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Nein, danke

Ist Tom Thibodeau noch der richtige Trainer für die Knicks?

02.06.2025, 12:37

Der Trainer, der die Knicks wiederbelebte

Tom Thibodeau übernahm das Ruder in New York während eines dunklen Kapitels für die Franchise. Vom Tiefpunkt der Erwartungen bis hin zum Heimvorteil in den Playoffs hat Thibs die Kultur umgestaltet. Er sorgte für eine der widerstandsfähigsten Playoff-Runden der jüngeren Vergangenheit – die Überwindung eines 20-Punkte-Rückstands in Boston war keine kleine Leistung. Der Sieg gegen die Celtics und das Erreichen der Conference Finals markierten einen Höhepunkt, den viele noch vor ein paar Jahren für unerreichbar hielten.

Aber die Erwartungen haben sich geändert

Bei der Auslosung der Nachsaison zog New York ein Gewinnerlos. Cleveland war raus. Die Celtics schieden früh aus. Oklahoma City war zwar talentiert, aber noch jung und unerprobt. Es war der goldene Weg der Knicks zu den Finals – und sie haben ihn nicht beschritten. Die Niederlage in Spiel 6 gegen Indiana unterstrich die tieferen Probleme, die über ein einzelnes Spiel oder eine Serie hinausgehen.

Der taktische Zusammenbruch

Die fünfköpfige Startformation – Bridges, Towns, Brunson, Hart, Anunoby – spielte mehr Minuten als jede andere Aufstellung in der Liga. Doch als die Räder nicht mehr rollten, erwies sich Thibodeaus Zögern, sich anzupassen, als kostspielig. Seine starren Rotationen und die hohe Anzahl an Spielminuten für die Stammspieler zeugten von Verzweiflung angesichts der widrigen Umstände in den Playoffs.

New Yorks Offensive? Zu oft auf Brunsons Dribblings angewiesen. Ihre Passquote war unterdurchschnittlich, ihre 3-Punkte- und Freiwurfquote suboptimal. Ohne Hartenstein oder einen gesunden Mitchell Robinson, der das Glas dominierte, verschwand ihr Rebounding-Vorteil – einst ein Rettungsanker -.

Defensive Identitätskrise

Thibodeaus Markenzeichen, die Defensive, wurde durch eine ungleiche Besetzung beeinträchtigt. Towns, der in einem Drop-Covering-Schema fehlbesetzt war, und Brunson, eine defensive Belastung, offenbarten strukturelle Schwächen. Die späten Umstellungen in der Postseason kamen zu wenig und zu spät. Indiana diktierte das Tempo und nutzte Fehlpassungen nach Belieben aus.

Das Trainer-Rätsel

Ist Thibodeaus Ansatz in einer Liga, die Anpassungsfähigkeit verlangt, nicht mehr zeitgemäß? Sein Festhalten an einer kurzen Rotation und seine Weigerung, Experimente zu wagen – z. B. Deuce McBride nicht anstelle von Josh Hart einzusetzen – zeugen von einem allgemeinen Unwillen, sich zu modernisieren. Die besten Teams der NBA entwickeln sich weiter. Thibodeau schien zeitweise in seinem eigenen System gefangen zu sein.

Wer könnte ihn ersetzen?

Mike Budenholzer und Michael Malone stehen ganz oben auf der Spekulationsliste, aber keiner von beiden stellt eine revolutionäre Veränderung dar. Die Knicks müssen sich nach aufstrebenden Assistenten oder Kandidaten der zweiten Chance wie James Borrego umsehen. Auch andere Optionen – wie der Wechsel von Chris Paul zum Trainer – bieten interessante Möglichkeiten.

Jenseits der Bank: Neuausrichtung des Kaders

Der Kern der Knicks, bestehend aus Brunson und Towns, hat sich als vielversprechend erwiesen – aber auch als begrenzt. Ihre On-/Off-Court-Zahlen zeigen Defensivlücken auf, wenn beide spielen. Ohne Hartenstein ist New Yorks Fähigkeit, Schwächen zu kaschieren, geschrumpft. Ein Handel mit Towns könnte die realistischste Option sein, auch wenn sein Supermax-Vertrag den Markt einschränkt.

Potenzielle Umstellungen und zukünftige Strategie

  • Interne Umstellung: McBride anstelle von Hart für Raumgewinn und Verteidigung einsetzen.
  • Den Markt sondieren: Ermitteln Sie den Wert von Towns oder Hart, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.
  • Günstige Verstärkungen: Ziehen Sie freie Spieler wie Chris Paul oder sogar risikoreichere Innings-Eater wie Simmons oder Westbrook in Betracht.
  • Blockbuster-Tausch: Durant? Das ist weit hergeholt, aber seine Eignung wirft mehr strategische Fragen auf als Antworten.

Abpfiff: Entwicklung oder Stagnation?

Thibodeau hat die Knicks aus der Bedeutungslosigkeit gerettet, aber Evolution ist der Preis des Kampfes. Kann er sich anpassen und diese Mannschaft auf die nächste Stufe führen? Oder ist es für die Verantwortlichen an der Zeit, den Hebel für Veränderungen umzulegen, bevor sich das enge Zeitfenster schließt?

New Yorks Aufgabe in dieser Saison ist einfach: seine Stars umrüsten, kreativ mit dem Trainer oder dem Personal umgehen – und vor allem aus dem Beinahe-Fehlschlag lernen. Der Osten ist verwundbar. Die Zeit ist reif.

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