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Tyson Fury steht am 24. Juli in Thailand im Mittelpunkt einer Karte mit sechs Kämpfen – ganze 24 Stunden bevor sein Landsmann Anthony Joshua in Saudi-Arabien gegen Kristian Prenga in den Ring steigt. Die Ankündigung überraschte viele Fans – sowohl der Austragungsort als auch der Gegner waren kaum vorhersehbar. Der „Gypsy King“ entschied sich stattdessen dafür, gegen den 46-jährigen Mariusz Wach in einem bescheidenen Programm anzutreten, das nur einem Zweck dient: Kampfrunden zu sammeln.
Hier ist die vollständige Kampfkarte sowie der Hintergrund, der erklärt, warum diese Veranstaltung so aussieht, wie sie aussieht.
Tyson Fury gegen Mariusz Wach: Die vollständige Kampfkarte
| Kampf | Gewichtsklasse |
|---|---|
| Tyson Fury gegen Mariusz Wach | Schwergewicht (Hauptkampf) |
| Daniel Baer gegen Simon Ibekwe | Schwergewicht |
| Michael Alan Flannery gegen TBA | Halbschwergewicht |
| Lucas Dassios gegen TBA | Cruisergewicht |
| Mark Ahondjo gegen TBA | Schwergewicht |
| Arlo Stephens gegen TBA | Schwergewicht |
Da drei der sechs Gegner im Vorprogramm noch als „TBA“(wird noch bekannt gegeben) aufgeführt sind, nimmt diese Kampfkarte in ihren letzten Details erst noch Gestalt an – ein weiterer Beleg dafür, dass die Veranstaltung in einem engeren Zeitrahmen und in kleinerem Umfang organisiert wurde als ein typisches Fury-Event.
Warum Fury schon so bald wieder in den Ring steigt
Manche würden argumentieren, dass Fury seinen Aufwärmkampf für den Kampf gegen Joshua bereits hinter sich hat. Im April beendete der 37-Jährige seinen fünften Rücktritt vom Boxsport, um in Tottenham gegen Arslanbek Makhmudov anzutreten, und gewann souverän durch einstimmigen Punktsieg. Dieses Ergebnis allein hätte das Sprungbrett direkt in den Joshua-Kampf sein können, auf den alle schon seit Jahren warten.
Stattdessen will Fury zunächst noch einen weiteren Live-Kampf bestreiten. Er hat erklärt, dass die Einnahmen aus dem Kampf gegen Wach an wohltätige Zwecke gehen werden, was dem Kampf einen Zweck über die reine Vorbereitung hinaus verleiht. Doch die Vorbereitung ist nach wie vor die treibende Kraft: So wie es derzeit aussieht, wird Fury – sollte das für November geplante Duell mit Joshua stattfinden – in den zwei Jahren davor nur einmal gekämpft haben. Sein letzter Kampf vor dem Duell mit Makhmudov liegt bereits im Dezember 2024 zurück, als ihn eine zweite Niederlage gegen Oleksandr Usyk überhaupt erst zu seinem fünften Rücktritt zwang. Vor diesem Hintergrund macht ein zweiter Vorbereitungskampf durchaus Sinn.
Warum Wach und warum Thailand?
Wach passt aus einem einfachen Grund für diese Aufgabe – er ist erfahren genug, um den Kampf spannend aussehen zu lassen, aber bereits so weit abgegangen, dass er fast kein echtes Risiko darstellt. Mit 46 Jahren und nur drei Siegen in seinen letzten zehn Kämpfen wird der polnische Veteran nicht geholt, um Fury auf die Probe zu stellen; er ist dazu da, Fury vor dem wirklich wichtigen Kampf Runden sammeln zu lassen, ohne dass unnötige Gefahren entstehen.
Der Austragungsort Thailand folgt derselben Logik. Fury hat dort im vergangenen Jahr zusammen mit seiner Familie trainiert, unter anderem auch sein Trainingslager vor dem Kampf gegen Makhmudov – ein Kampf im Fernen Osten ist daher eine natürliche Fortsetzung seiner bisherigen Vorbereitung und keine willkürliche Terminierung.
Ein geteiltes Wochenende: Fury und Joshua auf verschiedenen Kontinenten
Diese Kampfkarte steht nicht für sich allein. Einen Abend, nachdem Fury in Thailand gegen Wach antritt, trifft Anthony Joshua live auf DAZN PPV und Ultimate aus Saudi-Arabien auf Kristian Prenga. Es ist ein echtes Blockbuster-Wochenende im Schwergewicht, auch wenn – wie beabsichtigt – nur sehr wenige Menschen Furys Teil davon tatsächlich live verfolgen können.
- Freitag, 24. Juli – Tyson Fury gegen Mariusz Wach, Thailand (Hauptkarte siehe oben)
- Samstag – Anthony Joshua gegen Kristian Prenga, Saudi-Arabien, live auf DAZN PPV/Ultimate
Der wahre Preis: Ein Termin im November mit Joshua
Vorausgesetzt, beide Briten bestehen ihre jeweiligen Prüfungen, könnte die seit langem angekündigte „Battle of Britain“ endlich feststehen. Ein Aufeinandertreffen im November im Wembley-Stadion wurde ins Gespräch gebracht, das Berichten zufolge davon abhängt, dass der Kampf in den frühen Morgenstunden stattfindet – ein ungewöhnliches Detail bei der Terminplanung, aber kein unbekanntes, wenn man bedenkt, wie global das Schwergewichtsboxen geworden ist. Weder das Datum noch der Austragungsort sind bisher offiziell bestätigt.
Klar ist jedoch der Ablauf: Fury und Joshua brauchen an diesem Wochenende beide klare, dramafreie Siege, um diesen Kampf auf Kurs zu halten. Alles andere würde ein Duell verkomplizieren, das bereits Jahre des Hin und Her hinter sich hat, um so kurz vor der Verwirklichung zu stehen.
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FAQ: Kampfkarte Fury gegen Wach
Gegen wen kämpft Tyson Fury am 24. Juli?
Fury trifft in Thailand im Hauptkampf der Schwergewichtsklasse auf Mariusz Wach.
Welche weiteren Kämpfe stehen auf dem Programm?
Es sind fünf weitere Kämpfe in den Gewichtsklassen Schwergewicht, Halbschwergewicht und Cruisergewicht geplant, wobei drei Gegner noch nicht bestätigt sind (TBA).
Warum kämpft Fury so kurz nach dem Kampf gegen Makhmudov schon wieder?
Er möchte vor einem geplanten Kampf gegen Anthony Joshua mehr Ringpraxis sammeln und seine Form verbessern, da er in den vergangenen zwei Jahren nur einmal gekämpft hat.
Steht dieser Kampf in Zusammenhang mit der Veranstaltung von Anthony Joshua am selben Wochenende?
Ja – Joshua kämpft am folgenden Abend in Saudi-Arabien gegen Kristian Prenga, wobei beide Ergebnisse als Schritte in Richtung eines Fury-Joshua-Kampfes im Laufe dieses Jahres angesehen werden.
Zwei Kämpfe, zwei Kontinente, ein gemeinsames Ziel. Wenn Fury und Joshua dieses Wochenende beide wie erwartet erfolgreich überstehen, scheint der Kampf, auf den das britische Boxen seit Jahren wartet, endlich keine Frage des „Ob“, sondern des „Wann“ zu sein.