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Die Grenzen von xG bei der Bewertung der Mannschaftsleistung

28.11.2025, 03:48

die Ungereimtheiten von xG in der Premier League

Die Ergebnisse der Premier League vom vergangenen Wochenende haben die Diskrepanzen zwischen den erwarteten Toren (xG) und den tatsächlichen Ergebnissen deutlich gemacht. In 10 Spielen stimmten die xG-Werte nur in drei Fällen mit dem Ergebnis überein. Manchester United (2,27) verlor zu Hause gegen Everton (0,16) mit 0:1, ein Ergebnis, das xG aufgrund der roten Karte für Everton und der starken Defensive nicht erklären konnte.

Trotz dieser Ungereimtheiten bleibt xG eine wertvolle Kennzahl. In Woche 11 stimmte sie mit sieben Ergebnissen überein, in Woche 10 waren es acht richtige. Seit 2021-22 hat xG einen Genauigkeitsgrad von 59 %, und in dieser Saison liegt er bei 57,5 %.

xG als langfristige Metrik

xG wurde nicht entwickelt, um einzelne Spielergebnisse vorherzusagen, sondern um die Chancenverwertung einer Mannschaft über einen längeren Zeitraum zu bewerten. Aston Villa, Sunderland und Tottenham würden auf der Grundlage der xG-Kennzahl zu den vier Schlusslichtern gehören, sind aber aufgrund ihrer tatsächlichen Torausbeute besser platziert.

Der Erfolg von Villa aus der Distanz und die hervorragenden Torhüterleistungen von Robin Roefs und Guglielmo Vicario verzerren die Aussagekraft von xG. Wie ein Analyst anmerkte: ”

Wenn Sie ein Spiel mit den Worten ‘Ich kann nicht glauben, dass wir verloren haben’ verlassen, hatten Sie wahrscheinlich einen höheren xG-Wert als Ihre Torausbeute.

Taktische Trends mit Einfluss auf xG

Mehrere taktische Trends in dieser Saison wirken sich auf die Genauigkeit von xG aus. Die Teams nutzen immer häufiger Standardsituationen, bei denen choreografierte Abläufe zu höheren Torumwandlungsquoten führen, als xG-Modelle vorhersagen. Das xG-Modell von Opta, das Faktoren wie Schussdistanz und Druck berücksichtigt, unterschätzt oft die Effektivität gut ausgearbeiteter Freistöße.

Ein weiterer Trend ist der Angriff auf tief verteidigende Mannschaften. Die Spurs und Villa haben häufig aus niedrigen xG-Chancen Tore erzielt, indem sie die Abwehr zurückdrängten und ungehinderte Schüsse erzeugten. Außerdem haben Mannschaften mit starken Freistoßschützen wie Villa oft eine höhere Trefferquote bei Standardsituationen.

Villas 4:0-Sieg gegen Bournemouth

Der 4:0-Sieg von Villa gegen Bournemouth verdeutlicht diese Trends. Trotz der vier erzielten Tore lag der xG-Wert von Villa nur bei 1,88 und damit unter dem von Bournemouth (2,01). Die Tore von Villa wurden durch Schüsse mit niedrigem xG erzielt, darunter ein Freistoß von Emiliano Buendia mit 0,14 xG und ein Schuss von Amadou Onana mit 0,04 xG.

Das größere Bild

Auch wenn die xG-Werte für einzelne Spiele nicht immer aussagekräftig sind, so gleichen sie sich doch im Laufe einer Saison immer mehr an. In der letzten Saison landeten die vier Mannschaften mit den meisten xG-Siegen unter den ersten fünf. Allerdings können taktische Trends und individuelle Qualität die xG-Werte kurzfristig verfälschen.

Die Schönheit des Fußballs liegt in seiner Unberechenbarkeit, und xG versucht nicht, das zu ändern. Es ist ein Instrument zur Bewertung der Leistung im Laufe der Zeit, nicht zur Vorhersage jedes einzelnen Spielergebnisses.

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