Nach einer seltenen Saison ohne Titel landet Manchester City in den Vereinigten Staaten und hat nur ein Ziel: die FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 zu gewinnen. Ein 100-Millionen-Pfund-Umbau im Sommer und einige Verstärkungen im Januar deuten darauf hin, dass Pep Guardiola nicht nur auf Wiedergutmachung aus ist – er will sie.
Zum ersten Mal seit acht Jahren beendete City eine Saison mit leeren Händen, gab den Premier-League-Titel an Liverpool ab und schied in der Champions League bereits vor dem Achtelfinale aus. Die überraschende Niederlage im FA-Cup-Finale gegen Crystal Palace machte die Niederlage nur noch schlimmer.
Neues Blut, neue Ambitionen
Was einst als unerwünschtes Spiel in einem ohnehin schon vollen Terminkalender angesehen wurde, hat sich schnell zu einer Chance für einen Neuanfang entwickelt. Guardiolas Ton hat sich geändert, und das gilt auch für seine Mannschaft. City sicherte sich in kürzester Zeit Tijjani Reijnders, Rayan Cherki, Rayan Ait-Nouri und Marcus Bettinelli, gerade noch rechtzeitig vor der Anmeldung zur Klub-Weltmeisterschaft. Doch damit nicht genug: Im Januar wurden für 172 Millionen Pfund Omar Marmoush, Abdukodir Khusanov, Vitor Reis und Nico Gonzalez verpflichtet.
Mit Claudio Echeverri, der von River Plate ausgeliehen wurde, ist fast ein Drittel des 27-köpfigen Kaders von City neu zusammengestellt worden. Bemerkenswert ist, dass Kyle Walker und Jack Grealish nicht dabei sind, was einen klaren Generationswechsel signalisiert.
Neue Gesichter und taktische Anpassungen
Hinter den Kulissen sind die Veränderungen ebenso gewagt. Guardiola hat Pep Lijnders, ehemals Klopps rechte Hand, und Ex-City-Verteidiger Kolo Toure verpflichtet und damit drei langjährige Trainer ersetzt. Die Botschaft ist klar: Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft beginnt jetzt.
“Dies ist ein sehr ernster Wettbewerb”, betonte Guardiola. “Wir fahren dorthin, um ihn zu gewinnen. Die ganze Welt wird zusehen.“
Günstige Gruppe, unsichere Aussichten
City beginnt das Turnier als dritter Favorit in den britischen Wettmärkten, hinter Paris Saint-Germain und Real Madrid. Sie wurden in eine überschaubare Gruppe mit Wydad Casablanca, Al Ain und Juventus Turin gelost, und alles andere als ein Gruppensieg wäre ein Schock.
Allerdings gibt es noch viele Fragezeichen. Die Inkonsequenz der letzten Saison – unter anderem mit nur einem Sieg in 13 Spielen im Winter – bedeutet, dass die Erwartungen gedämpft werden müssen. Mit Reijnders und Cherki verfügt das Mittelfeld nun über Energie und Flair und füllt die kreative Lücke, die der Wechsel von Kevin De Bruyne zu Napoli hinterlassen hat ( ). Ait-Nouri löst endlich das Dilemma des linken Außenverteidigers und bietet Tempo und Breite auf der Flanke.
Rodri kehrt zurück: Der Spielveränderer
Die wichtigste Rückkehr ist jedoch die von Rodri. Der 28-jährige Dreh- und Angelpunkt verpasste einen großen Teil der Saison, nachdem er sich im September gegen Arsenal eine Kreuzbandverletzung zugezogen hatte – ein Schlag, von dem sich City nie ganz erholte. Zu diesem Zeitpunkt war City ungeschlagen und führte die Liga an. Sein Fehlen machte die strukturellen Schwächen im Mittelfeld deutlich, und Guardiolas Spielsystem geriet ins Stocken.
Rodri kehrte gerade noch rechtzeitig zurück, um in der letzten Woche der Premier-League-Saison dabei zu sein, und seine Anwesenheit wird entscheidend sein, wenn City die Elite wieder herausfordern will.
Wettprognose
Mit einem aufgefrischten Kader und dem wiedergenesenen Rodri könnte Manchester City ein lohnenswerter Kandidat auf dem Markt für Direktwetten sein. Für Wettende in der Gruppenphase könnte die defensivstarke Aufstellung von City dazu führen, dass sich Wetten auf eine weiße Weste und eine Untertorquote schon früh lohnen.

