Tottenham Hotspur ist nach wie vor zuversichtlich, den Transfer von Morgan Gibbs-White unter Dach und Fach zu bringen, auch wenn ein Streit mit Nottingham Forest über eine vertrauliche Klausel das Verfahren verzögert hat. Der Nordlondoner Klub hatte eine angeblich 60 Millionen Pfund teure Ausstiegsklausel in Gibbs-Whites Vertrag in Anspruch genommen und sich auf eine medizinische Untersuchung am Freitag vorbereitet, die aufgrund der rechtlichen Einwände von Forest nicht zustande kam.
Quellen zufolge strebt Gibbs-White einen Wechsel zu einem Champions-League-Klub an und hält Tottenham für den richtigen Schritt nach vorn. Obwohl er nicht auf einen Wechsel gedrängt hat, war seine Begeisterung für den Transfer offensichtlich. Die Behauptung von Forest, die Spurs hätten sich auf irgendeine Weise Zugang zu einer vertraulichen Ausstiegsklausel verschafft, hat zu einem Zusammenbruch der Kommunikation und einer vorübergehenden Aussetzung der Verhandlungen geführt.
Forest behauptet, weder den Spurs noch ihren Vertretern die Einzelheiten der Klausel mitgeteilt zu haben, woraufhin interne Untersuchungen eingeleitet und rechtliche Schritte in Erwägung gezogen wurden. Die Angelegenheit hat in der gesamten Premier League Aufsehen erregt, wo die Vertraulichkeit von Klauseln zwar manchmal respektiert, in der Praxis aber oft umgangen wird.
Trotz des Sturms bleibt Tottenham gelassen. Der Klub lehnt zwar eine öffentliche Stellungnahme ab, ist aber zuversichtlich, dass der Streit das Geschäft nicht zum Scheitern bringen wird. Bei den Spurs ist man fest davon überzeugt, dass Gibbs-White noch vor Beginn der neuen Saison zum Kader stoßen wird.
Die Spurs hatten gerade ein 55-Millionen-Pfund-Geschäft für Mohammed Kudus unter Dach und Fach gebracht, als das Angebot für Gibbs-White einging. Forest wurde überrumpelt, zumal sie gerade dabei waren, eine Vertragsverlängerung auszuarbeiten, um den Mittelfeldspieler über das Transferfenster hinaus zu halten. Manchester City hatte zu Beginn des Sommers sein Interesse bekundet, ist aber inzwischen zu anderen Zielen übergegangen.
Tottenham, das in diesem Fenster bereits rund 150 Millionen Pfund für Neuzugänge wie Mathys Tel und Kota Takai ausgegeben hat, setzt darauf, dass Gibbs-White mit seiner Erfahrung in der Premier League und seiner Vielseitigkeit auf der Position sofort eine Bereicherung für das Mittelfeld sein wird. Da der Verein auch noch einen defensiven Mittelfeldspieler sucht, sind die Nordlondoner noch nicht fertig – und ihre Absicht in diesem Fenster schlägt Wellen.