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Senegal schockt Gastgeber Marokko und gewinnt nach einem Drama in der Verlängerung den zweiten AFCON-Titel

18.01.2026, 17:14

Gastgeber Marokko war am Sonntagabend fassungslos, als sich der Senegal durch einen dramatischen 1:0-Sieg nach Verlängerung im Prince-Moulay-Abdellah-Stadion in Rabat den Titel beim Afrikanischen Nationen-Pokal 2025 sicherte. Ein wuchtiger Treffer von Pape Gueye zu Beginn der Verlängerung war entscheidend und besiegelte den zweiten AFCON-Titel für die Löwen von Teranga.

14:00Beendet18.01.2026
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Das Finale wurde durch eine chaotische Abfolge von Momenten gegen Ende der regulären Spielzeit entschieden. Marokko bekam nach einer VAR-Kontrolle einen Elfmeter zugesprochen, den Brahim Díaz mit einem waghalsigen Heber über Édouard Mendy sicher verwandelte. Der Senegal bestrafte diesen Fehlschuss fast sofort und schlug in der Verlängerung zu und versetzte den Gastgebern einen vernichtenden Schlag.

Das Ergebnis beendet Marokkos bemerkenswerte Serie von 24 ungeschlagenen Spielen und bedeutet die erste Heimniederlage seit November 2009. Für den Senegal ist es die Bestätigung seiner wachsenden Dominanz auf der kontinentalen Bühne, denn in den letzten drei AFCON-Turnieren konnte er beide Male triumphieren.

Ein spannender, taktischer Auftakt

Wie es sich für ein Endspiel gehört, war die Anfangsphase der Partie von großer Spannung und Intensität geprägt. Beide Mannschaften standen dicht gedrängt im Zentrum des Spielfelds, was zu weiten Angriffen führte und klare Chancen verhinderte. Der Senegal wirkte in der Anfangsphase etwas gefährlicher und wäre in der fünften Minute beinahe in Führung gegangen, als Pape Gueye nach einem Eckball am langen Pfosten freistehend zum Abschluss kam, doch Yassine Bounou reagierte glänzend und verhinderte den Treffer.

Auch die beste Chance der ersten Halbzeit gehörte dem Senegal. Iliman Ndiaye wurde auf der rechten Seite freigespielt und sah schon wie der sichere Sieger aus, doch Bounou rettete mit einer Glanzparade, so dass es mit dem Gleichstand in die Pause ging.

Marokko wird stärker, Drama folgt

Nach der Halbzeit kam Marokko mit größerem Elan aus der Kabine, drängte mehr nach vorne und warf mehr Körper ins Spiel. In der 58. Minute hatte Bilal El Khannouss mit einer Flanke von der rechten Seite die größte Chance, doch Ayoub El Kaabi konnte den Ball nur knapp über das Tor lenken.

Späte Chancen gab es auf beiden Seiten. Der eingewechselte senegalesische Spieler Ibrahim Mbaye zwang Bounou zu einer weiteren Glanzparade und bereitete damit die Bühne für ein explosives Finale in der Nachspielzeit.

Als eine VAR-Überprüfung zu einem Elfmeter für Marokko führte, brach eine Kontroverse aus. Die senegalesischen Spieler verließen aus Protest kurz das Spielfeld, bevor sie von Kapitän Sadio Mané wieder auf den Platz geführt wurden. Nach einer längeren Verzögerung trat Díaz an und versuchte einen Elfmeter im Panenka-Stil, doch Mendy blieb standhaft und hielt den Ball sauber fest.

Gueye sorgt für den entscheidenden Moment

Marokko erholte sich nie von diesem psychologischen Schlag. Nur vier Minuten nach Beginn der Verlängerung schlug der Senegal mit verheerender Effizienz zu. Idrissa Gana Gueye bediente Pape Gueye, und der Mittelfeldspieler von Villarreal ließ seinen Gegenspieler stehen, bevor er einen präzisen Schuss an Bounou vorbei über die Latte ins Netz setzte.

Das Stadion verstummte.

Es war noch Zeit für ein spätes Drama. Marokko traf nach einem Freistoß nur die Latte, und der eingewechselte Senegalese Chérif Ndiaye vergab die große Chance zum 2:0. Doch die senegalesische Defensive hielt stand und sorgte für einen grandiosen Sieg.

Ein historischer Abend für Senegal

Nach dem Schlusspfiff feierte der Senegal einen weiteren Meilenstein in seiner Fußballgeschichte. Die disziplinierte Struktur, die physische Stärke und die Gelassenheit unter Druck erwiesen sich auf der großen Bühne als entscheidend.

Für Marokko war es ein schmerzhaftes Ende einer historischen Serie von Ungeschlagenheit auf heimischem Boden. Für den Senegal war es die Bestätigung, dass die Löwen von Teranga nach wie vor eine dominierende Kraft im afrikanischen Fußball sind – und einmal mehr Meister, wenn es darauf ankommt.

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