Real Madrid macht von der 50-Millionen-Euro-Ablöseklausel für Schlotterbeck im Sommer Gebrauch
Real Madrid bereitet sich in diesem Sommer auf eine erhebliche Umstrukturierung der Defensive vor. Da der Vertrag von David Alaba und Antonio Rudiger im Juni ausläuft, muss der Klub für Ersatz sorgen. Die Suche nach einem Innenverteidiger hat sich als schwierig erwiesen, nachdem Marc Guehi, Dayot Upamecano und Ibrahima Konate, der kurz vor einer Vertragsverlängerung mit Liverpool steht, nicht berücksichtigt wurden.
Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund schien eine weitere Option zu sein, aber er hat kürzlich seinen Vertrag beim Bundesligisten verlängert. Die Verlängerung läuft bis 2031, womit er länger gebunden ist als erwartet. Allerdings enthält der neue Vertrag einen wichtigen Mechanismus, der Real Madrid begünstigt.
Laut Diario AS enthält Schlotterbecks Vertragsverlängerung eine Ausstiegsklausel im Wert von 50-60 Millionen Euro. Diese Klausel ist auf ausgewählte europäische Vereine beschränkt, zu denen auch Real Madrid gehört. Die Klausel erlaubt es dem Verteidiger, den Verein jederzeit zu verlassen, wenn die Ablösesumme erreicht wird.
Vertragsverlängerung erschwert Schlotterbecks Weg
Die Ausstiegsklausel ist eine Chance für Real Madrid, doch die Umstände haben sich ungünstig entwickelt. Vor der Ankündigung der Vertragsverlängerung war Schlotterbeck zu reduzierten Konditionen zu haben. Sein ursprünglicher Vertrag, der im Jahr 2027 ausläuft, hätte einen vergünstigten Transfer in diesem Sommer ermöglicht.
Jetzt, mit 26 Jahren, passt Schlotterbeck nicht mehr in die Transferstrategie von Real Madrid. Der Klub bevorzugt Akquisitionen unter dem Marktwert, und die 50-60 Millionen Euro teure Ausstiegsklausel macht ihn im Rahmen der aktuellen Budgetvorgaben wirtschaftlich unrentabel. Durch die Vertragsverlängerung hat sich das finanzielle Kalkül grundlegend geändert.
Das Zeitfenster für ein günstiges Angebot ist geschlossen. Real Madrid wird sich wahrscheinlich nach alternativen Kandidaten umsehen, da die Wahrscheinlichkeit, dass Schlotterbeck die erste Wahl für die Defensive wird, im Vergleich zu den Szenarien vor der Vertragsverlängerung deutlich gesunken ist.