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PSG triumphiert über Tottenham im UEFA-Superpokal-Elfmeterkrimi

13.08.2025, 17:18

In einem herzzerreißenden Spiel im Stadio Friuli von Udinese besiegte Paris Saint-Germain Tottenham Hotspur in einem dramatischen Elfmeterschießen mit 4:3 und gewann damit zum ersten Mal den UEFA-Superpokal, nachdem man in der regulären Spielzeit einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte. In diesem Spiel, das von taktischer Brillanz und einer dramatischen Schlussphase geprägt war, zeigte sich die Stärke von PSG. Der neue Torhüter Lucas Chevalier feierte ein denkwürdiges Debüt und die Mannschaft von Luis Enrique konnte einen wichtigen Sieg feiern

Eine taktische Schlacht unter dem italienischen Himmel

Bei lauen 27°Grad am Abend in Udine setzte Tottenham, angeführt vom neuen Kapitän Cristian Romero, unter Trainer Thomas Frank einen disziplinierten Spielplan um. Mit einer 5-3-2-Formation in der Abwehr und einer Umstellung auf ein 4-3-3 im Angriff unterbanden die Spurs das Angriffsquartett von PSG mit Ousmane Dembele, Khvicha Kvaratskhelia, Desire Doue und Bradley Barcola. Trotz des Fehlens von James Maddison (Kreuzbandverletzung) und Yves Bissouma (disziplinarische Gründe) war Tottenhams Neuverpflichtung Joao Palhinha der Anker im Mittelfeld, während Mohammed Kudus eine ständige Bedrohung darstellte.

PSG, frisch vom Champions-League-Triumph, tat sich anfangs schwer, seinen Rhythmus zu finden. Das Fehlen von Gianluigi Donnarumma und das Debüt von Lucas Chevalier im Tor sorgten für zusätzliche Spannung in einer ohnehin schon spannenden Partie

Erste Halbzeit: Spurs gehen in Führung

Tottenham begann stark und Pedro Porro schoss bereits in der dritten Minute über die Latte. Das hohe Pressing der Spurs, angeführt von Kudus und Pape Sarr, störte den Spielfluss von PSG und führte dazu, dass die Pariser in der ersten Halbzeit zu keinem einzigen Torschuss kamen – ein krasser Gegensatz zu ihrer dominanten europäischen Kampagne. In der 38. Minute nutzten die Spurs eine Unachtsamkeit aus. Kudus’ Pressing führte zu einem Freistoß, und der lange Ball von Guglielmo Vicario wurde von Romero eingeköpft. Palhinhas Volleyschuss landete an der Latte, doch Micky van de Ven verwertete den Abpraller zur 1:0-Führung der Spurs.

Wenige Augenblicke später hätte Kudus den Vorsprung beinahe verdoppelt, als er nach Richarlisons Flanke mit einem Kopfball nur den Pfosten traf. Als der Halbzeitpfiff ertönte, hatte Tottenham das Spiel im Griff und ließ PSG-Boss Luis Enrique nach Antworten suchen

Zweite Halbzeit: Das Drama nimmt seinen Lauf

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schlugen die Spurs erneut zu. In der 48. Minute köpfte Romero einen präzisen Freistoß von Porro in die Maschen und deckte damit die Schwächen der PSG-Abwehr auf. Chevaliers schwacher Rettungsversuch wurde kritisch beäugt, und Tottenhams Fans, die im 25.000 Zuschauer fassenden Stadio Friuli in der Überzahl waren, brachen in Jubel aus.

PSG reagierte mit Auswechslungen und brachte Fabian Ruiz, Goncalo Ramos und Lee Kang-in. Die Einwechslungen brachten Leben in die Bude: Doue scheiterte an Vicario, und Ruiz wurde wegen einer Abseitsstellung nicht eingewechselt. Van de Ven blockte Ruiz heldenhaft ab, so dass die Führung der Spurs bestehen blieb, doch PSG machte weiter Druck. In der 84. Minute wurde eine gefährliche Flanke des eingewechselten Mbaye Niang nicht verwandelt, doch in der 85. Minute wendete sich das Blatt. Lee Kang-in, der von Vitinha freigespielt wurde, traf mit einem fulminanten Distanzschuss ins untere Eck und ließ die Hoffnungen von PSG wieder aufleben.

In der Nachspielzeit zahlte sich die Beharrlichkeit von PSG aus. In der 95. Minute fand ein präziser Pass von Ousmane Dembele Goncalo Ramos, der den 2:2-Ausgleich erzielte und das Spiel in ein Elfmeterschießen nach der UEFA-Regel ohne Nachspielzeit verwandelte

Elfmeterschießen: PSGs Erlösung

Das Stadio Friuli war voll besetzt und das Elfmeterschießen wurde zur Nervenprobe. PSGs Debütant Lucas Chevalier, der den scheidenden Donnarumma ersetzte, avancierte zum Helden. Tottenham ging nach einem Fehlschuss von Vitinha früh in Führung, doch die Spurs wankten unter dem Druck. Mathys Tel, Tottenhams 35-Millionen-Euro-Neuzugang von Bayern, verschoss ironischerweise den entscheidenden Elfmeter für sein Heimatland

Schlüsselmomente und herausragende Spieler

  • 38. Minute: Van de Ven brachte die Spurs nach einem gut ausgeführten Freistoß verdient in Führung.
  • 48. Minute: Romeros Kopfballtreffer verdoppelt Tottenhams Vorsprung und zeigt, wie gut die Spurs in der Luft sind.
  • 85. Minute: Der sensationelle Treffer von Lee Kang-in leitete das Comeback von PSG ein.
  • 95. Minute: Ramos’ Ausgleichstreffer, assistiert von Dembele, erzwang ein Elfmeterschießen.
  • Elfmeterschießen: Chevaliers Heldentat und Tels Fehlschuss besiegeln den historischen Triumph von PSG.

Wie geht es für PSG und Tottenham weiter?

Für PSG ist dieser Sieg ein historischer Meilenstein, da sie neben der Champions League auch den Super Cup gewinnen konnten. Trotz des schleppenden Starts und des Ausfalls von Donnarumma zeigte die Mannschaft von Luis Enrique eine starke Leistung, bei der Ramos und Lee ihr ganzes Können unter Beweis stellten. PSG wird nun versuchen, seine Dominanz in Europa aufrechtzuerhalten.

Tottenham kann trotz der Enttäuschung erhobenen Hauptes nach Hause gehen. Thomas Franks taktischer Scharfsinn und Romeros Führungsqualitäten lassen auf eine glänzende Zukunft hoffen. Die Fans der Spurs, die in Udine für einen wahren Hexenkessel sorgten, werden ihre Mannschaft auf der Jagd nach weiteren Titeln lautstark unterstützen

Eine Nacht voller Drama in Udine

Obwohl das Stadio Friuli kleiner ist als die typischen Austragungsorte des Super Cups, herrschte eine elektrisierende Atmosphäre. Das Comeback von PSG, das mit einem spannenden Elfmeterschießen gekrönt wurde, wird als ein entscheidender Moment auf ihrem Weg nach Europa in Erinnerung bleiben. Für Tottenham ist es eine bittere Pille, aber ihre Leistung unterstreicht ihren wachsenden Stellenwert. Am Ende feiert PSG einen historischen Triumph, während die Spurs mit neuem Ehrgeiz in die Zukunft blicken.

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