Die Golden State Warriors befinden sich in einer vertraglichen Pattsituation mit dem freien Spieler Jonathan Kuminga, und die Situation entwickelt sich zu einem der entscheidenden Dramen der NBA-Offseason. Berichten der ESPN-Insider Shams Charania und Anthony Slater zufolge klaffen die Wertvorstellungen weit auseinander: Die Warriors bieten 45 Millionen Dollar für zwei Jahre, während Kuminga drei Jahre zu 82 Millionen Dollar fordert.
Der Teufel steckt im Detail. Das Angebot von Golden State ist nicht nur in finanzieller Hinsicht schwach, sondern beinhaltet auch eine Teamoption für das zweite Jahr und eine Klausel, die Kuminga den standardmäßigen, impliziten Nicht-Handelsschutz entzieht, der mit einem garantierten Einjahresvertrag einhergeht. Das ist ein Deal, der stark zu Gunsten der Warriors verzerrt ist, und Kumingas Lager beißt nicht an.
Warum sollten sie auch? Bei diesem Vorschlag könnte Kuminga die Erwartungen übertreffen und 2026-27 immer noch 22,5 Millionen Dollar verdienen, während er keine Kontrolle über einen möglichen Handel hat. Es ist eine risikofreie Absicherung für Golden State, aber alles Risiko, keine Belohnung für den Spieler.

Jonathan Kuminga. Quelle: nbcsportsbayarea.com
Die von Kuminga geforderten drei Jahre und 82 Millionen Dollar liegen zugegebenermaßen über dem Marktwert. Liga-Insider schätzen seinen Wert auf 17 bis 25 Millionen Dollar jährlich. Aus Sicht der Wettanbieter wirft diese Diskrepanz in der Bewertung Fragen zu seiner zukünftigen Rolle und seiner Wachstumsgrenze auf. Wenn Golden State nachgibt, wetten sie auf eine positive Entwicklung. Wenn nicht, wetten sie darauf, dass Stabilität das Potenzial übertrumpft.
Andere Teams haben die Chance erkannt. Sowohl die Phoenix Suns als auch die Sacramento Kings sind Berichten zufolge bereit, einen Vierjahresvertrag über 90 Millionen Dollar mit einer Spieleroption anzubieten. Aber hier ist der Haken: Golden State ist nicht daran interessiert, was diese Teams verkaufen, und noch weniger daran, einen Divisionsrivalen zu stärken.
Kumingas Ausweg? Er nimmt das Qualifizierungsangebot in Höhe von 7,9 Millionen Dollar an und wird im nächsten Sommer frei vermarktet. Das ist ein gewagter Schritt, der sich aber auszahlen könnte, wenn er auf sich selbst setzt und im Jahr 2025 eine bahnbrechende Kampagne abliefert.
Vorerst bleibt diese Sackgasse jedoch ungelöst. Ob man nun die NBA-Futures verfolgt oder einfach nur auf den nächsten Blockbuster-Trade wartet, Kumingas Vertragssaga ist ein Thema, das die Western Conference in Atem halten könnte.


