Die Transfersaga um den holländischen Star Xavi Simons hat eine neue Wendung genommen, nachdem sein Agent zugegeben hat, dass der FC Chelsea im Sommer “ernsthaftes Interesse” gezeigt hat. Die Blues bemühten sich intensiv um den ehemaligen Spielmacher von Paris Saint-Germain und RB Leipzig, zogen aber letztlich gegen Tottenham Hotspur den Kürzeren, die ihn mit einem Fünfjahresvertrag ausstatteten.
Wochenlang galt die Stamford Bridge als aussichtsreichster Kandidat. Simons selbst war Berichten zufolge sehr an einem Wechsel zum FC Chelsea interessiert, doch die Gespräche mit RB Leipzig gerieten in eine Sackgasse. Da man sich nicht auf eine Ablösesumme einigen konnte, schlugen die Spurs zu und brachten den Deal unter Dach und Fach, so dass Marescas Mannschaft darüber nachdenkt, was hätte sein können.
Sofortige Wirkung in Tottenham
Simons hat sich in Nordlondon schnell einen Namen gemacht. Bei seinem Debüt in der Premier League bereitete er ein Tor beim 3:0-Sieg gegen West Ham United vor. Wenige Tage später kam er von der Bank und sorgte beim 2:2-Unentschieden gegen Brighton & Hove Albion für ein Comeback mit zwei Toren. Die ersten Anzeichen deuten darauf hin, dass die Spurs ihr Mittelfeld um echte Kreativität bereichert haben – etwas, das Chelsea im Old Trafford schmerzlich vermisst hat.
Chelsea müht sich in Manchester ab
Während Simons sein Können unter Beweis stellte, erlebte Chelsea einen weiteren frustrierenden Abend. Mit nur 10 Mann unterlag man in Old Trafford mit 1:2 gegen Manchester United. Die Verletzungen von Cole Palmer, Estevão und Pedro Neto raubten den Blues die Offensivkraft und ließen sie im letzten Drittel stumpf werden.
Die Niederlage machte deutlich, was Simons hätte einbringen können: prägnante Pässe, Vielseitigkeit im letzten Drittel und die Fähigkeit, ein Spiel von der Bank aus zu verändern. Da Chelsea nun drei Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze hat, könnte es sich als kostspielig erweisen, ihn nicht zu verpflichten.
Maresca erklärt Garnacho-Entscheidung
Die Aufmerksamkeit richtete sich auch auf die Mannschaftsauswahl von Enzo Maresca, insbesondere auf seine Entscheidung für Alejandro Garnacho. Der argentinische Flügelspieler, ein ehemaliges Ziel von Chelsea, begann auf der Bank – eine Entscheidung, die Maresca nach dem Spiel verteidigte. Der Chelsea-Boss argumentierte, es sei eine taktische Entscheidung gewesen, um die Außenverteidiger von United mit einem ausgeglicheneren Defensivverhalten frühzeitig auszuschalten.
“Wir wollten die Übergänge besser gestalten”, erklärte Maresca, obwohl die Fans sich fragten, ob Garnachos Energie das Spiel zu ihren Gunsten hätte verändern können.
Wie geht es für Chelsea weiter?
Jetzt, da das Transferfenster geschlossen ist, wird sich Chelsea darauf konzentrieren, das Beste aus seinen vorhandenen Möglichkeiten herauszuholen. Wettende und Fans werden die nächsten Spiele der Blues genau im Auge behalten, vor allem angesichts der Inkonsequenz vor dem Tor. Das Fehlen von Simons könnte zu einem wichtigen Gesprächsthema werden, wenn die kreativen Probleme bis zum Winter anhalten.
Im Moment sieht es so aus, als ob Tottenham auf dem Markt die Nase vorn hat, während sich Chelsea fragen muss, wie die Saison wohl verlaufen wäre, wenn Simons in Blau die Fäden gezogen hätte.

