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Viktor Gyokeres bei Arsenal: Anpassungsschwierigkeiten oder falscher Einsatz?

02.01.2026, 08:42

Gyokeres’ langsamer Start bei Arsenal

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Viktor Gyokeres kam im vergangenen Sommer als einer der gefürchtetsten Stürmer Europas von Sporting zu Arsenal, nachdem er in 52 Spielen 54 Tore erzielt hatte. Doch nach der Hälfte seiner ersten Premier-League-Saison hat der schwedische Nationalspieler erst fünf Ligatore erzielt – zwei davon per Elfmeter. Es stellt sich die Frage: Passt sich Gyokeres nicht an oder unterdrückt das System von Arsenal seine Stärken?

Wie Gyokeres bei Sporting aufblühte

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Bei Sporting war Gyokeres der Dreh- und Angelpunkt eines direkten, übergangsbetonten Angriffs. Der portugiesische Meister drängte die Mannschaften nicht immer zurück, sondern zeichnete sich durch ein schnelles, vertikales Spiel aus, bei dem Gyokeres mit langen Pässen bedient wurde, sobald er in Ballbesitz kam. Sein Spiel blühte in dreierlei Hinsicht auf:

  • Schnelle, wieselflinke Bewegungen in Richtung Ball
  • Hinterherlaufen aus weiten Positionen, vor allem über die rechte Seite
  • Erüberlief die Verteidiger, wenn ihm der Ball in die Füße gespielt wurde

Gyokeres liebte es, in der letzten Verteidigungslinie zu lauern und oft in die Breite zu gehen, um dann in den Raum zu stürmen. Sein Schuss mit dem rechten Fuß, der auch aus spitzem Winkel kraftvoll ist, war ein Markenzeichen seines Erfolgs bei Sporting. Wenn die Abwehr den Strafraum bedrängte, passte er sich an und nahm den Ball an der Strafraumgrenze an, um sich Zeit für einen Schuss zu verschaffen.

Von seinen 54 Toren in der vergangenen Saison fielen 20 aus Elfmetern, und einige waren Einwürfe nach Rückpässen. Doch die meisten Treffer fielen, wenn er genug Platz zum Laufen, Zeit zum Ablegen und Raum zum Schlagen hatte.

Das System von Arsenal: Eine Fehlanpassung?

Der Ansatz von Arsenal könnte nicht unterschiedlicher sein. Die Mannschaft von Mikel Arteta baut methodisch auf und verlässt sich auf das Passspiel am Boden und Positionswechsel, um niedrige Blöcke zu knacken. Die kompakte und athletische Abwehr der Premier League lässt nur wenig Raum hinter sich – genau dort, wo Gyokeres sich wohl fühlt.

Anstatt auf die Bälle zu sprinten, kämpft er oft in einem überfüllten Strafraum und versucht, Flanken zu schlagen. Der ehemalige englische Stürmer Gary Lineker kritisierte seine Bewegungen im The Rest Is Football-Podcast:

“Wie die meisten Stürmer wartet er ab, um zu sehen, wohin der Ball geht, und greift dann den Raum an, aber genau das tun die Verteidiger. Als Stürmer muss man darauf spekulieren, wohin der Ball gehen könnte, und ihn genau dann spielen, wenn er kurz vor der Flanke ist. Auf diese Weise kann man den Verteidigern den Marsch blasen. Das sehe ich bei Gyokeres im Moment nicht allzu oft

Arsenal hat in dieser Saison 68 Mal den Ball durch die Mitte gespielt – mehr als jedes andere Team in der Premier League – was darauf hindeutet, dass man Gyokeres bewusst anspielen will. Aber die Verteidiger der Premier League erholen sich zu schnell und zwingen ihn dazu, den Ball zu verwerten, anstatt zu schießen.

Mögliche Lösungen

Eine Lösung? Man könnte Gyokeres einen Partner wie Kai Havertz zur Seite stellen – einen Stürmer, der die Innenverteidiger beschäftigen und das Spiel verbinden kann. So könnte Gyokeres den Raum angreifen, ähnlich wie es Lautaro Martínez an der Seite von Romelu Lukaku bei Inter Mailand tut.

Gyokeres ist nicht unbeteiligt. Sein Pressing erzwingt Fehler, und seine Läufe abseits des Balls haben Verteidiger aus ihrer Position gedrängt und Raum für Mitspieler geschaffen. Aber Arsenal – und Gyokeres – brauchen mehr Tore.

Adi Viveash, sein ehemaliger Assistenztrainer bei Coventry City, sagte gegenüber Sky Sports: “[Viktor]würde frustriert sein, wenn er drei oder vier Spiele ohne Tor bleibt.”

Ihn zum Elfmeterschützen von Arsenal zu machen und sein Aufbauspiel hervorzuheben, könnte den Druck verringern. Doch wenn Arsenal seine 21-jährige Titelflaute beenden will, müssen sie Gyokeres’ volles Potenzial ausschöpfen – und zwar schnell.

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