Pep Guardiola hat sensationell damit gedroht, Manchester City im Sommer zu verlassen, wenn der Klub nicht den Kader der ersten Mannschaft verkleinert. Der Premier-League-Meister besiegte am Dienstag Bournemouth mit 3:1 und ist damit nur noch einen Punkt von einem Champions-League-Platz in der nächsten Saison entfernt. Doch Guardiolas Kommentare nach dem Spiel überschatteten das Ergebnis
“Ich werde aufhören” – Guardiolas deutliche Warnung
Der 54-Jährige stellte klar: Sollte Manchester City mit einem überdimensionierten Kader in die Saison 2025/26 gehen, wird er nicht mehr dabei sein
“Ich habe dem Verein gesagt, dass ich das nicht will. Ich werde kündigen.Wenn Sie einen kleineren Kader zusammenstellen, werde ich bleiben“, sagte Guardiola gegenüber Reportern. “Ich kann nicht 24 Spieler trainieren und fünf oder sechs sagen, sie sollen zu Hause bleiben. Das ist für meine Seele unmöglich.“
Die Kommentare kamen, nachdem Spieler wie Abdukodir Khusanov, Savinho, James McAtee, Claudio Echeverri und Rico Lewis nicht im Kader standen. Angesichts der nachlassenden Verletzungsanfälligkeit steht Guardiola einmal mehr vor einem schwierigen Auswahldilemma
Guardiolas Philosophie zur Kaderdynamik
Als Gründe für sein Ultimatum nannte Guardiola den emotionalen Tribut und den fehlenden Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.
“Wir haben in dieser Saison ein wenig die Seele verloren. Wenn ich Verletzungen habe, können wir Akademiespieler einsetzen. Aber ich werde keinen Kader haben, in dem sich sechs Spieler ausgegrenzt fühlen“,fügte er hinzu
Sein Plädoyer kommt zur rechten Zeit, denn der Verein bereitet sich auf einen Sommer des Wandels vor. Mit Kevin De Bruyne, der sein letztes Heimspiel für City bestreitet und demnächst mit einer Statue geehrt werden soll, muss der Verein nicht nur seine Mittelfeldikone ersetzen, sondern auch die Struktur seiner Spielergruppe neu überdenken
Champions-League-Platz fast schon gesichert
Durch den Sieg hat sich City in der Premier League auf den dritten Platz verbessert, zwei Punkte vor dem sechstplatzierten Aston Villa. Am letzten Spieltag reicht ein Unentschieden gegen Fulham, um einen Platz unter den ersten fünf und die Rückkehr in die Champions League in der Saison 2025/26 zu sichern
Schlusswort
Guardiolas Forderung ist mehr als nur eine Vorliebe des Managers – sie ist eine grundlegende Philosophie. Da City seinen Kader nach dem Abgang von De Bruyne auffrischen will, muss der Vorstand schnell entscheiden: Entweder er kommt den Wünschen des Managers entgegen oder er riskiert, einen der erfolgreichsten Trainer der Fußballgeschichte zu verlieren.