Everton beendete die Premier-League-Saison 2024-25 unter David Moyes auf dem 13. Platz, weit weg vom Abstieg, aber weit entfernt von den Ambitionen eines Vereins, der sich auf den Umzug in ein brandneues Stadion vorbereitet. Da die Erwartungen steigen und die Friedkin-Gruppe als Eigentümerin höhere Ziele verfolgt, steht nun die Position des Managers im Rampenlicht. Ist Moyes der richtige Mann, um Everton in eine neue Ära zu führen, oder ist ein Wechsel unausweichlich?
David Moyes: Die Rückkehr und die Realität
Als er am 11. Januar 2025 wiedergewählt wurde, übernahm Moyes eine Mannschaft, die auf Platz 16 dümpelte. Mit seiner ruhigen Hand führte er den Verein mit 48 Punkten (11W, 15D, 12L) auf Platz 13 und sorgte so für die dringend benötigte Stabilität. Sein historisches Vermächtnis im Verein – von 2002 bis 2013 – brachte europäischen Fußball und regelmäßige Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte. Die aktuelle Amtszeit bringt jedoch andere Herausforderungen mit sich: finanzielle Beschränkungen aufgrund von Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln, ein sich verändernder Kader und der Druck, in einem brandneuen Everton-Stadion Ergebnisse zu erzielen
Könnte ein Wechsel bevorstehen?
Moyes’ Rolle ist zwar vorerst sicher, doch die Geschichte der Premier League zeigt, wie schnell sich das Schicksal – und die Amtszeiten von Managern – ändern können. Die Erwartungen sind klar: in der Tabelle nach oben klettern, nach Europa streben und auf dem Spielfeld eine Identität schaffen. Sollte Everton nur schleppend in die Saison 2025-26 starten, könnte sich der Vorstand für einen Neustart entscheiden, zumal die großen Investitionen in die Infrastruktur die Erwartungen bereits hochschrauben
Wer könnte der Nächste sein? Die Top-Anwärter
Sollten sich die Toffees von Moyes trennen, sind bereits mehrere Namen im Gespräch. Diese drei Kandidaten stechen heraus – jeder von ihnen bietet ein eigenes Profil für das nächste Kapitel des Klubs
| Manager | Derzeitiger Job | Wahrscheinlichkeit der Ernennung |
|---|---|---|
| Graham Potter | West Ham United | 25% |
| Jose Mourinho | Fenerbahce | 20% |
| Lee Carsley | England U21 | 15% |
| Paulo Fonseca | Lyon | 10% |
| Edin Terzic | Freier Agent | 8% |
| Steve Fassbinder | Freier Mitarbeiter | 7% |
| Gareth Southgate | Freier Mitarbeiter | 5% |
Graham Potter – Taktischer Architekt
Graham Potter, der derzeit frei vermittelbar ist, hat sich einen Namen für intelligenten, progressiven Fußball gemacht. Bei Brighton erreichte er mit einem stilvollen, auf Ballbesitz basierenden System Platz 9. Seine Amtszeit bei Chelsea mag turbulent gewesen sein, aber in seinen 135 Spielen hat er den Kader erheblich weiterentwickelt und mutige taktische Änderungen vorgenommen. Für einen Verein wie Everton, der auf der Suche nach einer Identität und einem langfristigen Projekt ist, ist Potter eine überzeugende Option
Jose Mourinho – Der Gewinner
Mourinho ist einer der meistdekorierten Manager im modernen Fußball. Seine drei Premier-League-Titel und seine Erfahrung mit Spitzenklubs (Chelsea, Manchester United, Spurs) sprechen für sich. Sein Ruf, defensive Disziplin und eine Siegermentalität zu vermitteln, könnte für einen Verein mit europäischen Ambitionen attraktiv sein. Mourinho, der derzeit in der Türkei als Trainer tätig ist, hat offen sein Interesse an einer Rückkehr in eine große Liga bekundet. Wenn Everton Ehrgeiz und Erfahrung sucht, ist Mourinho der richtige Mann
Lee Carsley – Der sentimentale Favorit
Der ehemalige Everton-Spieler und jetzige U21-Trainer Englands hat seine Jugendmannschaft 2023 und 2025 zu zwei Europameistertiteln geführt. Seine tiefe Verwurzelung im Goodison Park und seine Erfolge bei der Förderung von Talenten machen ihn zu einem Fan-Favoriten. Sollte der Klub versuchen, sich von innen heraus zu entwickeln und eine neue Identität zu schaffen, wäre die Ernennung von Carsley sowohl emotional als auch strategisch von Bedeutung
Evertons aktuelle Realität und Erwartungen an den Manager
Evertons Saison 2024-25 war von Pragmatismus geprägt. Doch das neue Stadion und die steigenden Erwartungen bedeuten, dass Pragmatismus allein nicht ausreichen wird. Finanzielle Beschränkungen könnten die Ausgaben im Sommer begrenzen, so dass die Entwicklung von Spielern und taktische Innovationen unabdingbar sind. Von jedem neuen Manager wird erwartet, dass er
- Eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte anstreben, idealerweise mit dem Ziel der europäischen Qualifikation
- Maximierung des begrenzten Transferbudgets und Förderung der vorhandenen Talente
- Die Mannschaft und die Fans während des Umzugs ins neue Stadion zu vereinen
TipsGG Expertenmeinungen und Prognosen
Am 1. Juli 2025 sehen die Buchmacher Moyes immer noch als Trainer des FC Everton für die nächste Saison, aber die Quoten für einen Trainerwechsel werden immer geringer. Branchenkenner halten Potter und Mourinho für die Top-Kandidaten, während Carsleys Aktienkurs rapide ansteigt.
Sollten die Ergebnisse schwanken, könnte sich das Blatt schnell wenden. Im Moment liegt die Zukunft des Everton-Trainers noch in den Händen von David Moyes – aber nur knapp.