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Nein, danke

Englands Cole Palmer kämpft in harter Konkurrenz um einen Platz bei der Weltmeisterschaft

19.12.2025, 09:00

Palmers Hoffnungen auf die Weltmeisterschaft hängen in der Schwebe

Die jüngsten Leistungen von Cole Palmer beim FC Chelsea haben die Diskussion über seine mögliche Aufnahme in Englands WM-Kader neu entfacht. Die 58-minütige Vorstellung des Mittelfeldspielers gegen Everton, bei der er ein brillantes Tor erzielte, erregte die Aufmerksamkeit von Englands Cheftrainer Thomas Tuchel. Doch Palmers geringe internationale Erfahrung und seine anhaltenden Verletzungssorgen erschweren seine Chancen.

Ein Hauch von Brillanz

Palmers Tor gegen Everton war eine Erinnerung an seine Fähigkeiten. Nach einem Pass von Malo Gusto umspielte er Jordan Pickford mit einer Finte und schoss den Ball mit dem linken Fuß ins Netz. Dieser magische Moment brachte ihm einen Platz in der FIFA-Bestenliste der Männer ein, die Anfang der Woche bekannt gegeben wurde. Doch Tuchel kennt Palmer auf internationaler Ebene nur aus 64 Minuten in einem WM-Qualifikationsspiel gegen Andorra im Juni.

“Er hat die letzten drei Trainingslager verpasst. Tuchel hat noch kein Gefühl für ihn und seine Fähigkeiten bekommen. Ihm läuft massiv die Zeit davon.”
Matthew Upson, ehemaliger englischer Verteidiger

Verletzungspech und Konkurrenzkampf

Wegen anhaltender Leistenprobleme kam Palmer in dieser Saison nur zu vier Einsätzen in der Premier League, wobei sein Tor gegen Everton sein erstes seit September war. Unterdessen haben sich Tuchels Optionen für die Rolle der Nummer 10 erweitert. Spieler wie Morgan Rogers, Phil Foden, Eberechi Eze und Morgan Gibbs-White haben alle Ansprüche auf diese Position erhoben.

Vor allem Rogers hat sich prächtig entwickelt und bedroht sogar den Stammplatz von Jude Bellingham. Mit sechs Startelfeinsätzen in Tuchels 10 Spielen und 531 Spielminuten hat sich Rogers zu einem Joker im Kader entwickelt. Seine Leistungen haben dazu geführt, dass der Platz von Bellingham zu einem Gesprächsthema geworden ist, was vor sechs Monaten noch undenkbar gewesen wäre.

Tuchels Dilemma

Tuchel hat deutlich gemacht, dass er nicht fünf Nummer 10-Spieler in seinen Kader aufnehmen wird. Diese Aussage unterstreicht den harten Wettbewerb, dem Palmer ausgesetzt ist. Der ehemalige englische Verteidiger Matthew Upson ist der Meinung, dass Palmer einen “großen Berg zu erklimmen” hat, um es in den Kader für die Weltmeisterschaft zu schaffen. Upson weist darauf hin, dass die begrenzte Zeit, die Palmer unter Tuchel verbracht hat, und seine jüngsten Verletzungsprobleme seine Aufnahme in den Kader erschweren.

“Wenn Cole Palmer fit ist, würde ich ihn aufstellen – und zwar vor Bellingham. Bellingham ist ein sehr guter Spieler, aber wenn man nach einer Teamdynamik sucht, die zusammen funktioniert, dann würde ich mich für Palmer entscheiden, wenn er fit ist.”
Pat Nevin, ehemaliger Chelsea- und Schottland-Stürmer

Eine Frage der Zeit

Chelsea geht mit Palmers Leistenverletzung vorsichtig um und beschränkt ihn bis März auf ein Spiel pro Woche. Diese Zeitspanne deckt sich mit Englands letzten Freundschaftsspielen gegen Uruguay und Japan, bevor Tuchel seinen WM-Kader benennt. Der ehemalige Chelsea-Stürmer Pat Nevin ist optimistischer: Wenn Palmer gegen Ende der Saison seine Form und Fitness wiedererlangt, wird Tuchel ihn ungeachtet seiner früheren Probleme in Betracht ziehen.

Nevin betont, dass Tuchels Auswahlkriterien auf der aktuellen Form und Fitness beruhen und nicht auf dem Ruf oder der Wahrnehmung in den Medien. Dieser Ansatz könnte zu Palmers Gunsten ausfallen, wenn er in den kommenden Monaten seine Weltklassefähigkeiten unter Beweis stellen kann.

Der Weg dorthin

Palmers Weg zur Weltmeisterschaft ist mit vielen Herausforderungen verbunden. Er muss seine Verletzungssorgen überwinden, seine Topform wiederfinden und sich gegen die starke Konkurrenz um die Rolle der Nummer 10 durchsetzen. Seine Leistung bei der Euro 2024, wo er im Finale den entscheidenden Ausgleichstreffer erzielte und im Halbfinale den Siegtreffer von Ollie Watkins vorbereitete, beweist, dass er auch auf der großen Bühne bestehen kann. Angesichts seiner jüngsten Erfolge und des Auftretens von Spielern wie Rogers ist sein Einsatz jedoch alles andere als garantiert.

Im weiteren Verlauf der Saison werden alle Augen auf Palmers Leistungen für Chelsea gerichtet sein. Wenn er eine Reihe beeindruckender Auftritte hinlegen kann, wird es Tuchel schwer fallen, sein Talent zu übersehen. Bis dahin bleiben Palmers Träume von der Weltmeisterschaft ein harter Kampf.

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