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Nein, danke

es musste hier sein": Wout van Aerts Erlösungsgeschichte gipfelt im Ruhm der 9. Etappe

19.05.2025, 06:51

Wout van Aert brachte seine Kritiker zum Schweigen und schrieb auf der 9. Etappe des Giro d’Italia 2025 Geschichte, indem er die ikonischen weißen Schotterstraßen der Toskana bezwang und einen Sieg voller Emotionen und Strategie errang. “Hier musste es sein, hier hat meine Straßenkarriere 2018 begonnen”, sagte er nach dem Rennen, als er triumphierend auf der Piazza del Campo in Siena stand. Sein Comeback war nicht nur ein persönlicher Meilenstein, sondern auch eine Meisterleistung in Sachen Kampfgeist und Cleverness.

Wiedergutmachung nach einem Jahr voller Rückschläge

Van Aerts Weg von seinem letzten Sieg bei der Vuelta a España 2024 – derdurch einen schweren Sturz mit dem Knie unterbrochen wurde – bis zu diesem entscheidenden Moment dauerte acht Monate und 21 Tage. Während die Experten über seine Form diskutierten und die Fans seine Zukunft in Frage stellten, arbeitete Van Aert im Stillen, abseits des Rummels. Seine Saison endete früh in Dwars door Vlaanderen mit einem Sturz, der seine Kampagne bei den Klassikern zum Scheitern brachte und Zweifel an seinen Aussichten bei der Grand Tour aufkommen ließ.

Aber der Radsport wird auf der Straße entschieden, nicht in den sozialen Netzwerken. Und heute entschied sich die Straße für Van Aert.

Mit seinen 30 Jahren ist Van Aert nicht nur ein Kraftpaket, sondern auch ein Taktiker. Um Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG) auf dem letzten Anstieg nach Siena zu überlisten, verließ sich Van Aert auf seine Erfahrung, nicht auf rohe Gewalt. Während Del Toro an den Schotteranstiegen zulegen konnte, kamen andere wie Egan Bernal und Mathias Vacek ins Straucheln. Van Aert klammerte sich an das Rad des jungen Mexikaners und wartete seine Zeit ab.

Das Finale war ein klassischer Cyclocross – Van Aert fuhr die beste Linie, setzte sich ab und überquerte die Ziellinie als Erster. Es war nicht nur ein Sieg, sondern auch eine Lektion in Renntechnik.

Wout after the finish at the Stage9 at Giro 2025

Hinter den Kulissen war dies auch ein Sieg für das Team Visma-Lease a Bike. Da Simon Yates sicher in der zweiten Gruppe lag, konnte Van Aert es sich leisten, mit Del Toro Psychospielchen zu spielen. Indem er sich weigerte, mit seinem Rivalen zusammenzuarbeiten, schützte er die Interessen von Yates und sparte gleichzeitig Energie für seinen letzten Vorstoß.

Es war ein Tag, an dem alles passte – von taktischen Entscheidungen bis hin zu purem Mut. Und das zahlte sich auf ganzer Linie aus.

Das letzte Stück des Puzzles

Mit dem heutigen Sieg vervollständigt Van Aert ein seltenes Triple: Etappensiege bei allen drei Grand Tours – der Tour de France, der Vuelta a España und jetzt dem Giro d’Italia. Insgesamt hat er 13 Grand Tour-Etappensiege errungen. Dies ist vielleicht das erste Mal, dass er nicht der Stärkste auf der Straße war, aber es könnte der bedeutendste Sieg von allen sein.

Unabhängig davon, ob er seinem einsamen Monument noch ein weiteres hinzufügt oder eine Weltmeisterschaft gewinnt, hat Van Aert heute eines bewiesen: Er gehört immer noch an die Spitze. Und wenn er gewinnt, gewinnt der Radsport.

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