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Tour de France 2025: Etappe 3 Quoten & Vorschau

07.07.2025, 03:07

Die 3. Etappe der Tour de France 2025 verspricht einen spannenden Hochgeschwindigkeits-Showdown, wie geschaffen für die Sprinter. Die 178,3 Kilometer lange Etappe von der historischen Stadt Valenciennes zur Küstenstadt Dünkirchen verläuft in einer relativ flachen Landschaft mit nur 800 Höhenmetern – und bietet damit die bisher beste Gelegenheit für einen Massensprint.

Malerischer Start in Valenciennes

Die Etappe beginnt in Valenciennes, einer Stadt mit einem reichen industriellen und künstlerischen Erbe, die nahe der belgischen Grenze liegt. Valenciennes ist bekannt für seine Geschichte des Kohlebergbaus und der Spitzenklöppelei und nimmt auch in den Annalen der beiden Weltkriege einen wichtigen Platz ein. Von hier aus fährt das Peloton in Richtung Norden durch die Region Hauts-de-France und durchquert Städte wie Orchies, Séclin, Béthune und Estaires – Gegenden, die all jenen vertraut sind, die die zermürbenden Rennen Paris-Roubaix oder die Vier Tage von Dünkirchen bestritten haben.

Die Strecke enthält zwar keine Kopfsteinpflasterabschnitte, führt aber gefährlich nahe an der berühmten Trouée d’Arenberg vorbei, einer berüchtigten Kopfsteinpflasterstrecke, die häufig bei Paris-Roubaix verwendet wird. Auch wenn das Terrain hier nicht vorhanden ist, muss man dennoch aufmerksam sein, da Stürze nicht ausgeschlossen sind – eine Tatsache, die jeder Fahrer, der das raue Terrain im Norden erlebt hat, bestätigen kann.

Quoten für Etappe 3

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Fahrer Quoten
Tim Merlier 2.5
Jasper Philipsen 3.75
Jonathan Mailand 3.75
Biniam Girmay 13
Jordi Meeus 19
Soren Waerenskjold 28
Wout Van Aert 32
Dylan Groenewegen 32
Mathieu Van Der Poel 41
Danny van Poppel 41
Kaden Groves 65
Pascal Ackermann 80
Tobias Lund Andresen 80
Arnaud de Lie 80
Tadej Pogacar 80
Arnaud Demare 100

Kursdynamik und Hauptmerkmale

Die erste Hälfte der Etappe ist überwiegend flach und bietet ideale Bedingungen für frühe Ausreißer und für Teams, die einen gleichmäßigen Rhythmus finden wollen. Der einzige kategorisierte Anstieg des Tages kommt nach 147,4 Kilometern – ein kurzer 2,3 Kilometer langer Anstieg mit einer durchschnittlichen Steigung von 3,8 %. Obwohl dieser Berg, der Mont Cassel, für Tour-Verhältnisse keine große Herausforderung darstellt, kann er als strategischer Ausgangspunkt für späte Angriffe dienen.

Auf dem Gipfel dieses Anstiegs liegt die mittelalterliche Stadt Cassel mit ihren gepflasterten Gassen und dem herrlichen Ausblick. Sie war einst ein strategischer Militärstützpunkt und verleiht dem Rennen heute ein historisches Flair.

Nach dem Gipfel geht es auf den verbleibenden rund 30 Kilometern ins Flachland. Die Strecke von Wormhout bis zum Ziel in Dünkirchen besteht aus breiten, exponierten Straßen – ein potenzieller Nährboden für Seitenwinde. Sollte der Nordseewind mitspielen, sind Staffelungen und hektische Positionskämpfe zu erwarten. Andernfalls werden die Sprinterteams das Peloton wahrscheinlich unter Kontrolle halten.

Endspurt ins historische Dünkirchen

Das Finale findet in Dünkirchen statt, der nördlichsten Stadt Frankreichs, die durch die heldenhafte Evakuierung der alliierten Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs weltweit bekannt wurde. Dünkirchen ist im Profi-Radsport kein Unbekannter: Die Tour de France war zuletzt 2022 hier zu Gast, und der Grand Départ fand 2001 statt. In jenem Jahr gewann Christophe Moreau den Prolog und holte sich das erste Gelbe Trikot.

In diesem Jahr beinhaltet die Zielankunft in Dünkirchen eine scharfe Rechtskurve, bevor die Straße in der Nähe des Flusses sanft auf die Ziellinie zusteuert – eine leicht technische Strecke, die sich auf die Strategien der Fahrer auswirken könnte. Im Ziel gibt es Bonussekunden (10, 6 und 4), und auch ein Zwischensprint 60 Kilometer vor dem Ziel wird das Peloton in Bewegung bringen.

Zu beobachtende Sprinter

Es wird erwartet, dass sich die schnellsten Männer des Pelotons im Ziel einen spannenden Kampf liefern werden. Jonathan Milan von Lidl-Trek führt das Feld an, unterstützt von einem starken Ausreißerzug. Tim Merlier, der die ganze Saison über eine dominante Sprintleistung gezeigt hat, ist ein weiterer Top-Favorit mit einer starken Begleitmannschaft.

Beim letzten Dunkirk Classic setzte sich Pascal Ackermann knapp gegen Biniam Girmay durch, und beide Fahrer werden hier auf Wiedergutmachung oder eine Wiederholung des Erfolgs aus sein. Vor allem Girmay, ein aufstrebender Star mit explosivem Endspurt, könnte bei guter Positionierung ein Zeichen setzen.

Zu den weiteren Favoriten gehören Jake Stewart und der Veteran Arnaud Démare, der nach langer Durststrecke wieder einen Tour-Etappensieg anstrebt. Wenn der Sprint chaotisch wird, könnten opportunistische Fahrer, die das richtige Rad finden, das Feld durchaus überraschen.

Fazit

Etappe 3 bietet das typische flache Tour-de-France-Erlebnis – eine Mischung aus regionalem Charme, Renngeschichte und spannendem Sprintdrama. Während Seitenwinde und Positionskämpfe für Aufregung sorgen könnten, deuten alle Anzeichen auf ein schnelles und rasantes Rennen bis zur Ziellinie in Dünkirchen hin. Mit einer ganzen Reihe von Sprintern, die bereit sind, aufeinander zu prallen, können die Fans ein Feuerwerk und möglicherweise den ersten endgültigen Showdown zwischen den Geschwindigkeitskönigen des Pelotons erwarten.

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