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T1 schreibt Geschichte mit der dritten League of Legends-Weltmeisterschaft in Folge

09.11.2025, 07:46

Chengdu, China – Die Könige von Summoner’s Rift haben es wieder geschafft. T1 hat die dritte League of Legends-Weltmeisterschaft in Folge gewonnen und sich mit einem spannenden 3:2-Sieg über KT Rolster beim großen Finale der 2025 Worlds im Chengdu Dong’an Sports Park in die Esports-Geschichte eingetragen.

Dieser Sieg ist bereits der sechste Weltmeistertitel für T1 insgesamt – ein Kunststück, das seit der Einführung des Turniers im Jahr 2011 noch keiner anderen Organisation gelungen ist. Das südkoreanische Kraftpaket, das bereits als Synonym für herausragende Leistungen gilt, ist nun das erste Team, das den schwer fassbaren “Dreifachsieg” geschafft hat, indem es die Trophäen 2023, 2024 und nun 2025 gewann.

02:23Beendet09.11.2025
3T1Südkorea
2KT RolsterSüdkorea

Die lebende Legende: Die sechste Krone der Faker

Im Zentrum der T1-Dynastie steht ein Name, der über das Spiel selbst hinausgeht : Lee “Faker” Sang-hyeok. Der mittlerweile 29-jährige Faker holte sich seinen sechsten persönlichen Worlds-Titel und festigte damit seinen Status als größter League of Legends-Spieler aller Zeiten. Seit seinem Debüt im Jahr 2013 mit gerade einmal 17 Jahren hat sich Faker vom Wunderkind zur unsterblichen Legende entwickelt. Zwölf Jahre später ist seine Dominanz unübertroffen.

Für Fans und Analysten ist Faker nicht nur der beste Mid-Laner, er ist der Messi oder Jordan des Esports. Sein Name im Spiel ist zu einem Synonym für Größe geworden, und seine Gelassenheit unter Druck ist ein Standard, den andere anstreben. Seine Leistung in Spiel 4 gegen KT war typisch Faker: Er landete entscheidende Skillshots, zerlegte gegnerische Carries und holte sein Team aus dem Schlamassel zurück.

Lest auch: Worlds 2025 eröffnet mit Zuschauerrekord und T1 besiegt Invictus Gaming

Das Telecom-Derby: Eine Rivalität für die Ewigkeit

Das Finale der Worlds 2025 rückte das legendäre “Telecom-Derby” wieder ins Rampenlicht. Auf der einen Seite stand SK Telecoms T1, der amtierende Meister, auf der anderen Seite KT Rolster, die zum ersten Mal in einem Weltfinale standen. Was folgte, war eine Achterbahnfahrt mit fünf Spielen, die das Beste der koreanischen League of Legends zeigte.

KT schlug früh zu und gewann das erste Spiel mit scharfen Rotationen und Zielkontrolle. T1 schlug mit zwei Siegen in Folge zurück und passte sich zur Mitte der Serie an, wie sie es immer tun. Als KT in Spiel 3 zurückschlug und mit 2:1 in Führung ging, sah es so aus, als ob die Serie eine Wendung nehmen würde. Doch T1, angeführt von Faker und Lee “Gumayusi” Min-hyung, schlug mit einem nahezu fehlerfreien Spiel 4 zurück und erzwang einen Decider. In der letzten Map übernahm T1 früh die Kontrolle und gab sie nicht mehr ab. Sie beendeten die Serie in 37 Minuten und sicherten sich den Titel.

Gumayusi. Source: instagram.com/ilovemysupp

Gumayusi MVP. Quelle: instagram.com/ilovemysupp

Dominanz bekräftigt: Koreas Esports-Imperium

Die Reise von T1 war nicht ohne Herausforderungen. Als viertplatziertes Team mussten sie sich durch die Play-Ins kämpfen und besiegten Invictus Gaming (IG) aus China mit 3:1, um die Hauptrunde zu erreichen. Von dort aus demontierten sie Anyone’s Legend im Viertelfinale und Top Esports im Halbfinale, wobei sie die kalte Präzision an den Tag legten, die die Marke T1 mittlerweile auszeichnet.

Für KT Rolster war dieser Lauf nichts weniger als bemerkenswert. Die ungeschlagene Schweizer Etappe, der Sieg über CFO und der Sieg über Gen.G im Halbfinale markierten ihre beste internationale Leistung aller Zeiten. Mid-Laner Kwak “Biddy” Bo-sung lieferte ein bahnbrechendes Turnier ab und bewies, dass er mit den Allerbesten mithalten kann.

Das Erbe geht weiter

Mit diesem Sieg baute Südkorea seine Herrschaft über die globale LoL-Szene aus und gewann nach dem DRX-Turnier 2022 und den T1-Titeln 2023, 2024 und 2025 zum vierten Mal in Folge die Weltmeisterschaft. Für die chinesischen Fans geht die Durststrecke weiter: Seit 2021 hat kein LoL-Team mehr das Finale erreicht, obwohl es erneut Gastgeber des Events war.

T1s dreifacher Titelgewinn schreibt nicht nur die Geschichte von League of Legends neu, sondern untermauert auch Südkoreas unerschütterlichen Status als das Herz des kompetitiven Esports. Als sich das Konfetti in Chengdu legte, war eines klar: Die Faker-Ära ist nicht vorbei, sie entwickelt sich weiter.

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