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Pogacar deutet Rücktritt nach viertem Tour de France-Triumph an

28.07.2025, 03:53

Einmal mehr hat Tadej Pogacar in der Welt des Radsports Geschichte geschrieben. Der slowenische Superstar überquerte die Ziellinie auf den Champs-Élysées in Gelb und ist damit der gefährlichste Fahrer des heutigen Rennens. Es war sein vierter Tour-de-France-Titel in sechs Jahren.

Auch wenn er bei der Tour auf harte Proben gestellt wurde, vor allem von seinem Konkurrenten und Sieger der Jahre 2022 und 2023, Jonas Vingegaard, waren Pogacars Beständigkeit und Dominanz deutlich zu spüren. Er ist zu einer festen Größe auf dem Podium der Tour de France geworden, egal ob er gewinnt oder verliert. Das ist etwas, was den meisten Fahrern aller Generationen nicht gelungen ist

Die Abnutzung der Größe: Die menschliche Seite von Pogacar

Doch hinter den Triumphen und Auszeichnungen zeigte sich auch ein müderer Pogacar. In der Endphase des Rennens wirkte der 25-Jährige sichtlich erschöpft. Bei der Siegerehrung wirkte er manchmal eher erleichtert als erfreut. Die hohen Berge hatten ihren Tribut gefordert.

“Ich bin an einem Punkt, an dem ich mich frage, warum ich noch hier bin. Es waren drei sehr lange Wochen”, gestand er nach der zermürbenden Bergankunft in La Plagne. Diese Aussage kam zwar im Angesicht des Sieges, bot aber auch einen ehrlichen Einblick in die emotionalen und physischen Kosten eines Elite-Wettkampfs

Eine Pause oder ein Abschied?

Nach seinem Triumph bei der Tour betonte Pogacar seine unmittelbare Priorität: Ruhe. “Im Moment denke ich nur daran, in den Urlaub zu fahren”, sagte er gegenüber Reportern. Seine Teilnahme an der bevorstehenden Vuelta a España bleibt ungewiss. Die Müdigkeit, sowohl mental als auch körperlich, macht sich bemerkbar.

Im Gespräch mit L’Équipe äußerte Pogacar außerdem langfristige Überlegungen. “Ich denke nicht daran, jetzt aufzuhören, aber ich glaube auch nicht, dass ich noch sehr lange weitermachen werde”, sagte er – Worte, die darauf hindeuten, dass der hellste Stern des Radsports bald erlöschen könnte

Der olympische Horizont

Trotz dieser Andeutungen über einen Rücktritt schließt Pogacar das Kapitel noch nicht ab. “Die Olympischen Spiele in Los Angeles sind eines meiner Ziele, was mich dazu veranlasst, in den nächsten drei Jahren weiterzumachen”, erklärte er und knüpfte seine sportliche Zukunft an einen bestimmten Meilenstein im globalen Sport.

Doch der Slowene kehrte schnell in die Gegenwart zurück. “Wenn ich so weitermache, mit einem so starken und unterstützenden Team, mache ich mir keine allzu großen Gedanken über die Zukunft. Ich ziehe es vor, den Moment zu genießen”, schloss er – ein Echo der Reife und Dankbarkeit eines Fahrers, der den Fans schon so viele unvergessliche Momente beschert hat

Ein Vermächtnis in Bewegung

Pogacars vierter Titel hebt nicht nur seinen Status, sondern wirft auch die Frage auf, was er noch erobern kann und wie lange noch. Unabhängig davon, ob er in dieser Saison zu einer weiteren Grand Tour zurückkehrt oder nicht, ist eines sicher: Die Radsportfans werden Zeuge eines Generationstalents, das sich noch in seiner Blütezeit befindet, selbst wenn er beginnt, sich ein Leben außerhalb des Sattels vorzustellen.

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