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MotoGP Aragon GP: Können Aprilia und Bezzecchi den Funken wieder entfachen?

04.06.2025, 10:38

Nach dem aufregenden Rennen in Silverstone, bei dem Marco Bezzecchi Aprilia zu einem Meilenstein-Sieg führte, richten sich die Augen nun auf das schwierige Terrain von MotorLand Aragón. Während die Leistung beim britischen Grand Prix auf eine aufblühende Synergie hindeutete, warnt die Geschichte vor verfrühten Feierlichkeiten.

Der Schatten des MotorLandes

Die wüstenähnliche Strecke von Aragón ist seit langem eine Nemesis für Aprilia. Die letztjährige Ausgabe war geradezu katastrophal. Das Werksteam hatte ab dem letzten freien Training mit Grip-Problemen zu kämpfen, ein Problem, das ihnen das Wochenende vermieste. Aleix Espargarós Sprint endete noch vor der ersten Runde, während Maverick Viñales mit 37 Sekunden Rückstand auf dem letzten Platz landete. Im Grand Prix lief es nicht viel besser: Espargaró überquerte die Ziellinie als Zehnter mit 40 Sekunden Rückstand, Viñales schied ganz aus.

Das Urteil von Viñales nach dem Rennen war himmelschreiend: “Schrecklich, es war ein Albtraum. Wahrscheinlich das schlimmste Rennen der letzten drei Jahre für jeden bei Aprilia. Ich habe komplett das Motorrad gewechselt… es war super rutschig, die Reifen haben überhaupt nicht funktioniert.”

Es war ein Wochenende, das Aprilia lieber vergessen würde – und eines, das einen langen Schatten auf ihre Rückkehr wirft.

Lest auch: MotoGP Aragón 2025: Vollständige Vorschau

Bezzecchis Aragón-Geschichte

Bezzecchis eigener Lebenslauf im MotorLand bietet wenig mehr Optimismus. In der letzten Saison qualifizierte er sich als 13., wurde Zehnter im Sprint und Siebter im Hauptrennen – mit 24 Sekunden Rückstand auf den dominierenden Marc Márquez. Der einzige Podestplatz des Italieners hier stammt aus dem Jahr 2018, als er in der Moto3 hinter Jorge Martín Zweiter wurde.

Form vs. Vertrautheit

Dennoch geht es im Rennsport ebenso sehr um Momentum wie um Erinnerung. Bezzecchi kommt nach einer starken Vorstellung in Silverstone – einem Sieg im langen Rennen und einem vierten Platz im Sprint – nach Aragón. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Form auf einer Strecke zu wiederholen, auf der weder Fahrer noch Hersteller bisher erfolgreich waren.

Sein Optimismus ist deutlich spürbar: “Wir haben eine positive Phase hinter uns und müssen darauf aufbauen, indem wir mit demselben Enthusiasmus weiterarbeiten. Aragon ist eine fantastische Strecke, die ich sehr mag, also freue ich mich darauf.”

Bezzecchi riding the Aprilia bike

Hinter den Zahlen: Die Rückkehr von Jorge Martín

In der Zwischenzeit arbeitet Jorge Martín – der Fahrer, der 2018 vor Bezzecchi auf dem Moto3-Podium stand – an seinem eigenen Comeback. Jüngste Scans bestätigen die Heilung einer distalen Radiusfraktur, obwohl das Kahnbein weiterhin empfindlich ist. Intensive elektromagnetische Therapien sind geplant, und eine erneute Untersuchung ist in einem Monat fällig. Seine Form in Aragón bleibt ungewiss.

Der Weg in die Zukunft

Aprilia geht in diesen Grand Prix auf der Jagd nach Wiedergutmachung und Bezzecchi auf der Suche nach einem zweiten Durchbruch in Folge. Aber MotorLand bietet keine Vergebung. Ein Triumph hier würde nicht nur die Form von Silverstone bestätigen, sondern auch eine Veränderung bedeuten. Und in der unversöhnlichen Welt der MotoGP ist das der einzige Weg nach vorne.

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