João Almeida hat einmal mehr bewiesen, dass er im Hochgebirge und im Kampf gegen die Uhr eine gute Figur macht. Der portugiesische Leader des UAE Team Emirates – XRG lieferte auf der letzten Etappe der Tour de Suisse 2025 ein sensationelles Zeitfahren ab, bei dem er einen Rückstand von über drei Minuten gegenüber der ersten Etappe wettmachte und sich auf dramatische Weise den Gesamtsieg sicherte.
Das Zeitfahren, das in mehreren Wellen ausgetragen wurde, begann mit Harry Sweeny (EF Education-EasyPost), der eine frühe Bestmarke von 29:28 Minuten setzte, eine beeindruckende Leistung, die über weite Strecken des Tages Bestand hatte. Pello Bilbao lag 33 Sekunden zurück, während das junge portugiesische Talent Antonio Morgado mit 47 Sekunden Rückstand den dritten Platz belegte.
Als die GC-Anwärter ihre Läufe begannen, wurde Sweenys Position auf dem heißen Stuhl immer prekärer. AJ August von INEOS Grenadiers kam bis auf 29 Sekunden heran, während Aleksandr Vlasov noch näher kam und die Marke nur um neun Sekunden verfehlte. Ben O’Connor verfehlte Sweenys Norm um 12 Sekunden, so dass der Australier weiter auf eine Überraschung hoffen konnte.
Doch mit Felix Gall wendete sich das Blatt. Der Österreicher sprengte die Strecke in 27:58 Minuten und verdrängte damit Sweeny aus dem Rennen und legte die Messlatte deutlich höher. Oscar Onley beeindruckte mit einer entschlossenen Fahrt, war 47 Sekunden langsamer als Gall und rückte damit näher an einen möglichen Podiumsplatz heran.

Doch alle Augen waren auf João Almeida gerichtet. Mit eisernem Fokus und der für ihn typischen Gelassenheit lieferte er eine Meisterleistung ab – mit einer Zeit von 27:33. Er holte sich nicht nur den Etappensieg, sondern löschte auch die Führung von Kevin Vauquelin in der Gesamtwertung aus und sicherte sich damit den Gesamtsieg der Tour de Suisse.
Almeidas Sieg unterstreicht nicht nur seine Fähigkeiten im Klettern und im Zeitfahren, sondern bestätigt auch seinen Platz unter den Spitzenfahrern der Gesamtwertung vor den großen Etappenrennen des Sommers. Ein Comeback wie dieses festigt seinen Ruf: Almeida ist nicht nur ein Anwärter – er ist ein Champion, der in der Lage ist, ein Rennen in seinem letzten Atemzug neu zu definieren.