Italiens Kämpfe: Vom WM-Ruhm zum Qualifikationsdefizit
2006 feierte Italien seinen letzten Triumph bei einer Weltmeisterschaft. Nur wenige hätten sich vorstellen können, dass die Azzurri die nächsten beiden Turniere komplett verpassen würden. Doch nachdem sie in ihrer Qualifikationsgruppe für die Weltmeisterschaft 2026 hinter Norwegen gelandet sind, steht Italien vor einer weiteren möglichen Blamage.
Der 4:1-Sieg der Norweger gegen Italien am Sonntagabend im San Siro bedeutet, dass der viermalige Weltmeister nun die Playoffs überstehen muss. Eine Phase, in der es in der Vergangenheit immer wieder zu Demütigungen kam: 2018 gab es eine 0:1-Niederlage gegen Schweden und 2022 eine 0:1-Heimniederlage gegen Nordmazedonien.
Italiens letztes WM-Spiel im Jahr 2014
Das letzte WM-Spiel Italiens im Jahr 2014 ist berühmt-berüchtigt für den Biss von Uruguays Luis Suárez in Giorgio Chiellini. Uruguay gewann mit 1:0 und schied damit wie Italien und England aus dem Turnier aus. Die italienische Mannschaft bestand aus einer Mischung aus jungen Talenten und alternden Legenden, darunter Gianluigi Buffon, Andrea Pirlo und Mario Balotelli.
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Was ist im italienischen Fußball schief gelaufen?
Stefano Buonfino, Experte bei Transfermarkt, bringt das Problem auf den Punkt: “Das Problem beginnt bei den Jugendmannschaften. Die Trainer konzentrieren sich zu sehr auf die Ergebnisse und nicht genug auf die Technik” Er fügt hinzu: “Wir müssen den jungen Spielern Technik beibringen und ihnen Selbstvertrauen geben.”
Buonfino stellt fest, dass der Erfolg Italiens bei der Europameisterschaft, einschließlich des Gewinns der Euro 2020, tiefere Probleme überdeckte. “Der Erfolg war eher auf die Mannschaft als auf einzelne Spieler zurückzuführen. Es war ein Ergebnis, das die Erwartungen übertraf und mit der aktuellen Mannschaft unmöglich zu wiederholen ist.”
Sollte sich Italien nicht für die Weltmeisterschaft 2026 qualifizieren, wäre dies ein weiterer Tiefpunkt in der jüngeren Geschichte des Landes. Trotz des erweiterten Turniers haben es sich die Azzurri nicht leicht gemacht.