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Italien XI gegen Nordirland: Verletzungs-Updates, voraussichtliche Aufstellungen & taktische Aufstellung

26.03.2026, 08:04

Alles läuft auf dieses Spiel hinaus. Italien trifft am Donnerstagabend in Bergamo auf Nordirland und weiß, dass es bei einem weiteren Ausrutscher die dritte Weltmeisterschaft in Folge verpassen könnte.

Der Einsatz könnte nicht höher sein. Mit einem Sieg kommen die Azzurri der Weltbühne einen Schritt näher. Verlieren sie, wird ein weiteres schmerzhaftes Kapitel in der italienischen Fußballgeschichte geschrieben

15:45Beendet26.03.2026
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Spielvorschau: Der Druck auf die Azzurri wächst

Italien ist zwar viermaliger Weltmeister, aber die letzten Qualifikationsrunden haben eine andere Geschichte erzählt. Die Playoffs gegen Schweden und Nordmazedonien sind noch nicht vorbei – und nun steht die Mannschaft von Gennaro Gattuso vor einem weiteren entscheidenden Moment.

Nach einer turbulenten Qualifikation, die eine schwere Niederlage gegen Norwegen einschloss, erholte sich Italien unter Gattuso mit sechs Siegen in Folge. Die 1:4-Niederlage im entscheidenden Rückspiel besiegelte jedoch das Schicksal der Italiener und zwang sie erneut in die Playoffs.

Gattuso hat dieses Spiel von San Siro nach Bergamo verlegt, um eine intensivere und unterstützende Atmosphäre zu schaffen. Die Botschaft ist klar: Kontrolle über die Umgebung, Kontrolle über das Spiel.

Die Geschichte spricht für Italien. Sie sind in den letzten acht Begegnungen mit Nordirland ungeschlagen und haben zu Hause noch nie gegen sie verloren. Aber die jüngsten Verletzungen bedeuten, dass nichts als selbstverständlich angesehen werden kann

Verletzungs-Updates: Große Zweifel auf beiden Seiten

Italien geht mit mehreren Verletzungssorgen ins Spiel.

Federico Chiesa und Gianluca Scamacca fallen aus, während Alessandro Bastoni, Gianluca Mancini und Sandro Tonali noch nicht fit sind. Auch Giovanni Di Lorenzo steht nicht zur Verfügung, so dass es zu Umstellungen in der Verteidigung kommen könnte.

Es gibt jedoch auch positive Nachrichten. Riccardo Calafiori ist fit und wird voraussichtlich in der Startelf stehen, während Francesco Pio Esposito, der in den letzten vier Qualifikationsspielen drei Tore erzielte, auf eine größere Rolle drängt.

Auch Nordirland muss Rückschläge hinnehmen. Dan Ballard und Conor Bradley stehen beide nicht zur Verfügung, was die ohnehin schon unter Druck stehende Defensive weiter schwächen wird

Voraussichtliche Aufstellungen

Italien (3-5-2)

Donnarumma; Calafiori, Buongiorno, Mancini; Dimarco, Cristante, Locatelli, Barella, Politano; Retegui, Kean

Taktischer Zusammenbruch: Kann Italien den tiefen Block durchbrechen?

Italiens Identität unter Gattuso ist klar: Kontrolle des Ballbesitzes, Tempo diktieren und konstanten Druck ausüben. Die Italiener haben im Durchschnitt fast 63 % Ballbesitz und eine Passquote von 88 %, was ihr strukturiertes Aufbauspiel widerspiegelt.

Die Herausforderung? Die Effizienz.

Obwohl die Italiener die Spiele dominieren, haben sie in der Qualifikation 18 Großchancen vergeben. Das Fehlen eines sicheren Abschlusses ist die größte Schwachstelle der Italiener vor diesem Spiel.

Mateo Retegui wird eine zentrale Rolle bei der Lösung dieses Problems spielen. Mit fünf Toren in acht Spielen ist er mit seinen Bewegungen im Strafraum und seiner Fähigkeit, spät im Spiel Räume zu finden, die größte Gefahr für Italien.

Neben ihm bietet Moise Kean eine direktere Option – er dehnt die Abwehr aus, attackiert die Kanäle und sorgt für Unberechenbarkeit im Übergang.

Im Mittelfeld sollte Italien die Kontrolle übernehmen. Nicolò Barella treibt die Vorwärtsbewegung voran, während Manuel Locatelli für das Gleichgewicht sorgt. Wenn Tonali fit ist, wird seine Präsenz entscheidend sein, wenn es darum geht, den Rhythmus zu diktieren und die Abwehrreihe abzuschirmen.

Auf der Außenbahn sorgt Federico Dimarco mit seiner fortschrittlichen Positionierung für Breite und Flankenqualität – wichtige Instrumente gegen einen kompakten Defensivblock.

Nordirland hingegen wird wahrscheinlich in einer disziplinierten 4-5-1-Formation tief stehen. Die Mannschaft von Michael O’Neill lebt von ihrer Struktur, die den Raum einschränkt und den Gegner in weite Räume zwingt.

Die Herangehensweise ist einfach, aber effektiv: kompakt stehen, Druck ausüben und aus Versuchen oder Gegenangriffen Kapital schlagen.

Die Ausfälle in der Defensive könnten sich jedoch als kostspielig erweisen. Gegen eine ballbesitzstarke Mannschaft wie Italien können selbst kleine Konzentrationsschwächen bestraft werden

Endgültiges Urteil

Dies ist mehr als nur ein Endspiel – es ist ein psychologischer Test für Italien.

Gattusos Männer müssen die Balance zwischen Kontrolle und Gelassenheit finden und die Nervosität vermeiden, die frühere Kampagnen zum Scheitern gebracht hat. Mit ihrer überlegenen Qualität und dem Heimvorteil sind sie klarer Favorit.

Aber Druck verändert alles.

Wenn Italien früh zuschlägt, könnte das Spiel schnell offen werden. Wenn nicht, wird die Spannung zunehmen, da Nordirland immer mehr in die Tiefe geht.

Prognose: Italien gewinnt ein enges Spiel, aber nicht ohne Unannehmlichkeiten.

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