Donnarumma weist Bonusforderungen im Zusammenhang mit der gescheiterten WM-Qualifikation Italiens zurück
Gianluigi Donnarumma hat sich zu Berichten geäußert, wonach Italiens Nationalspieler Prämien für die WM-Qualifikation gefordert haben sollen, und erklärt, er fühle sich durch diese Behauptungen verletzt. Der Torhüter, der als Kapitän fungiert, bestritt kategorisch, dass die Mannschaft finanzielle Forderungen an den Verband gestellt habe.
“Als Kapitän habe ich die italienische Nationalmannschaft nie um einen einzigen Euro gebeten”, sagte Donnarumma gegenüber Sky Sports Italia. “Was die Nationalmannschaft wie immer bei jedem Wettbewerb macht, ist, den Spielern, die sich für ein Turnier qualifizieren, ein Geschenk zu machen. Das war alles, aber niemand hat den Verband um etwas gebeten; unsere Belohnung war, dass wir zur Weltmeisterschaft fahren durften
Italien, der viermalige Weltmeister, verpasste die Qualifikation, nachdem es im letzten Monat im Playoff-Finale mit 1:4 nach Elfmeterschießen gegen Bosnien und Herzegowina verloren hatte. Die Azzurri sind damit zum dritten Mal in Folge nicht für eine Weltmeisterschaft qualifiziert, was für den italienischen Fußballverband eine beispiellose Krise bedeutet.
Führungswechsel nach dem Scheitern in der Qualifikation
Das Ausscheiden löste erhebliche organisatorische Veränderungen aus. Verbandspräsident Gabriele Gravina trat auf politischen Druck hin zurück, der ehemalige Torhüter Gianluigi Buffon legte sein Amt als Delegationsleiter nieder und Cheftrainer Gennaro Gattuso verließ seinen Posten.
“Wir müssen neu anfangen und weitermachen”, sagte der 27-jährige Donnarumma. “Bis zur nächsten Weltmeisterschaft sind es noch vier Jahre, und in der Zwischenzeit gibt es wichtige Wettbewerbe wie die Europameisterschaft und die Nations League. Bevor wir an die Weltmeisterschaft denken, müssen wir uns auf diese großen Turniere dazwischen konzentrieren und sofort wieder voll durchstarten.”
Das Turnier vom 11. Juni bis 19. Juli in Nordamerika wird ohne italienische Beteiligung stattfinden, was die Hoffnungen auf eine Wiedergutmachung auf der größten Sportbühne der Welt beendet.

