Trotz der frühen Niederlage gegen Flamengo in der Gruppenphase hat der FC Chelsea bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten das Blatt gewendet und eine beeindruckende Serie hingelegt, die nicht nur sportlich wertvoll, sondern auch finanziell lukrativ war.
Nach dem Sieg gegen Esperance Tunis im letzten Spiel der Gruppe D, der den Einzug in die K.o.-Runde besiegelte, setzte sich die Mannschaft von Enzo Maresca im Achtelfinale mit 4:1 gegen Benfica durch und musste in die Verlängerung. Im Viertelfinale setzten die Blauen ihren Siegeszug mit einem kontrollierten 2:1-Sieg gegen Palmeiras fort, der durch ein glückliches Eigentor nach dem sensationellen Ausgleichstreffer von Estevão zustande kam, der den Führungstreffer von Cole Palmer ausglich.
Das nächste Spiel? Im Halbfinale kommt es zum Showdown mit Fluminense – angeführt von keinem Geringeren als dem 40-jährigen Ex-Blauen Thiago Silva. Und während Chelseas Augen noch auf das Tafelsilber gerichtet sind, lächeln ihre Buchhalter bereits. Schauen wir uns die Zahlen an.
Chelseas bisherige Einnahmen bei der Klub-Weltmeisterschaft
Allen 32 Vereinen, die an dieser neu gestalteten Klub-Weltmeisterschaft teilnehmen, wurde eine Basis-Teilnahmegebühr garantiert, wobei die genauen Zahlen noch nicht bekannt sind. Berichten zufolge erhielten die europäischen Mannschaften je nach ihrem Koeffizientenrang zwischen 9,3 und 27,3 Millionen Pfund. Da Manchester City diese Liste anführt, dürfte Chelseas Anteil am oberen Ende dieser Spanne liegen.

Enzo Maresca. Quelle: Offizielle Website
In Bezug auf die leistungsbezogene Vergütung:
- Die Siege in der Gruppenphase gegen Los Angeles FC und Esperance Tunis brachten 2,92 Millionen Pfund ein.
- Das Weiterkommen in die K.o.-Runde brachte 5,47 Millionen Pfund ein.
- Der Sieg gegen Benfica brachte weitere 9,56 Millionen Pfund ein.
- Der Sieg im Viertelfinale gegen Palmeiras brachte satte 21 Millionen Dollar (~15,4 Millionen Pfund) ein.
Damit belaufen sich Chelseas bestätigte Einnahmen bisher auf geschätzte 55 Millionen Pfund – eindeutlicher Anstieg angesichts der UEFA-Strafe in Höhe von 27 Millionen Pfund, die der Klub kürzlich wegen FFP-Verstößen erhalten hat.
Was ist noch auf dem Tisch?
Sollte Chelsea an Fluminense vorbeiziehen und ins Finale einziehen – wahrscheinlich gegen einen von Real Madrid, Bayern München, Borussia Dortmund oder den amtierenden Meister PSG – würden sie weitere 21,8 Millionen Pfund kassieren.
Sollten sie es ganz nach oben schaffen und die Trophäe mit nach Hause nehmen, winken weitere 29 Millionen Pfund, was die Gesamtsumme für die Klub-Weltmeisterschaft auf unglaubliche 100 bis 105 Millionen Pfund ansteigen lassen könnte, je nach der nicht genannten Teilnahmeprämie.
Abpfiff
Mit Preisgeldern dieser Größenordnung ist die Klub-Weltmeisterschaft nicht nur eine Chance auf Silber, sondern auch eine strategische Goldgrube für Chelsea. Ob es nun um die Einhaltung des Fair Play oder um künftige Investitionen in den Kader geht, der Einsatz könnte nicht höher sein. Wenn Marescas Mannen ihren Schwung beibehalten, sind sie nicht nur auf der Jagd nach Ruhm, sondern auch nach einem finanziellen Glücksfall.