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Barcelona gewinnt das Finale des spanischen Superpokals 2026

11.01.2026, 16:04

Barcelona wird nach einem atemlosen El Clásico-Finale in Jeddah zum spanischen Superpokalmeister gekrönt. In einem Wettbewerb, der vom ersten Pfiff an bis zu den letzten Auswechslungen zwischen Kontrolle und Chaos hin und her schwankte, setzte sich Barcelona mit 3:2 gegen Real Madrid durch.

14:00Beendet11.01.2026
3BarcelonaSpanien
2Real MadridSpanien

Die Anfangsphase war angespannt und taktisch geprägt, wobei beide Mannschaften in der saudi-arabischen Hitze vorsichtig agierten. Lamine Yamal entpuppte sich schnell als Barcelonas wichtigster Angreifer, der Álvaro Carreras auf der rechten Seite immer wieder in Bedrängnis brachte. Dieser Zweikampf war der Auftakt zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die bald zu einer Kontroverse führte, als Carreras Yamal auf den Fuß trat, ohne dafür eine Verwarnung zu erhalten, was die Bank der Blaugrana verärgerte.

Barcelona setzte sich allmählich mit geduldiger Zirkulation und präzisen Bewegungen zwischen den Linien durch. Pedri und Frenkie de Jong diktierten das Tempo, während Robert Lewandowski mit seinen intelligenten Läufen die Madrider Hintermannschaft in Bedrängnis brachte. Nachdem er kurz zuvor eine klare Chance vergeben hatte, machte Raphinha dies Mitte der Halbzeit auf eindrucksvolle Weise wieder gut, indem er in den Strafraum eindrang und Thibaut Courtois mit einem Flachschuss bezwang.

Gerade als Barcelona die Kontrolle über das Spiel zu haben schien, erinnerte Real Madrid alle an seine tödliche Stärke. Vinícius Júnior glänzte in der zweiten Halbzeit mit einer individuellen Glanzleistung, als er seinen Gegenspieler umspielte und den Ball im Fallen im Tor versenkte. Die Antwort kam postwendend. Pedri spielte einen herrlichen Pass hinter die Abwehr, und Lewandowski lupfte den Ball über Courtois zur erneuten Führung.

Das Drama war jedoch noch lange nicht vorbei. In der Nachspielzeit schlug Madrid nach einem Eckball erneut zu. Inmitten des Chaos im Sechzehnmeterraum reagierte Gonzalo García am schnellsten, nachdem der Ball zunächst von der Linie gekratzt worden war, und hob den Ball vom Boden aus ins Netz, um den Ausgleich zu erzielen. Verteidigen, so schien es, war eine Option

Die zweite Halbzeit wurde mit hohem Tempo fortgesetzt. Vinícius setzte weiterhin auf Konter und zwang Joan García zu starken Paraden, während Barcelona durch Yamal und Raphinha unermüdlich Druck machte. Das Notizbuch des Schiedsrichters füllte sich schnell, die Gemüter erhitzten sich, und die Proteste auf beiden Seiten wurden immer lauter.

Der entscheidende Moment kam in der 73. Raphinha, der aus dem Gleichgewicht und scheinbar außer Kontrolle geraten war, schlug von der Strafraumgrenze aus zu. Sein Schuss wurde von Raúl Asencio böse abgefälscht und flog über Courtois hinweg ins Netz. Das war chaotisch, unglücklich und entscheidend.

Real Madrid reagierte sofort und nutzte die anschließende Trinkpause, um sich neu zu sortieren. Xabi Alonso brachte mit Kylian Mbappé und David Alaba einen mutigen Doppelwechsel und suchte nach einer späten Wendung. Die Fitness von Mbappé sorgte sofort für Gesprächsstoff, aber Barcelonas Struktur blieb stabil und sie verwalteten die Schlussphase mit zunehmender Autorität.

Trotz Madrids spätem Druck und Barcelonas nervöser Verteidigung war das Gleichgewicht des Wettbewerbs hergestellt. Das Spiel neigte sich dem Ende zu, als Barcelona das Spielfeld kontrollierte, den Rhythmus durchbrach und dem Gegner den Glauben nahm.

Als der Schlusspfiff ertönte, stand Barcelona als Gewinner des spanischen Superpokals fest, nach einem 3:2 El Clásico, der alles hatte – Kontroversen, Brillanz, Chaos und Momente, die noch lange nach dem Erlöschen der Wüstenlichter in Jeddah nachgespielt werden.

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