Aston Villas bemerkenswerter Lauf
Könnte 2026 das Jahr sein, in dem Aston Villa seine Trophäen-Durststrecke beendet? Unter Unai Emery hat das Team neun Siege in Folge in allen Wettbewerben eingefahren und ist damit der historischen 11-Spiele-Siegesserie des Vereins aus dem Jahr 1897 ein Stück näher gekommen. Diese beeindruckende Serie hat die Mannschaft ins Gespräch mit dem Titel gebracht.
Der Weg dorthin verlief jedoch nicht reibungslos. Villa konnte keines seiner ersten fünf Premier-League-Spiele gewinnen und blieb länger als jede andere Mannschaft in der Liga ohne Torerfolg. Dennoch ist das Team nun Dritter in der Premier League und in der Europa League, was darauf hindeutet, dass die 28-jährige Trophäenpause ein Ende haben könnte.
Entscheidende Momente stehen bevor
Die kommenden Spiele könnten für Villa im Rennen um den Titel entscheidend sein. Am Sonntag empfängt Villa Manchester United, danach geht es zum FC Chelsea und anschließend zum Tabellenführer Arsenal. Diese Spiele werden darüber entscheiden, ob Villa König oder Königsmacher sein wird.
Emery hält sich zurück und vermeidet den Druck von außen, Villa zum Titelanwärter zu erklären. Doch die Statistiken sprechen Bände. Seit der einzigen Niederlage in der Premier League gegen Liverpool im Oktober hat Villa sechs Spiele in Folge in der Königsklasse gewonnen. Der jüngste 3:2-Comeback-Sieg gegen West Ham hat gezeigt, wie stark die Mannschaft ist und wie viel Schwung sie hat.
Emerys ehrgeizige Vision
Emerys Ansatz war eher eine Evolution als eine Revolution. Sieben Spieler aus dem ersten Spiel seiner Amtszeit – dem 3:1-Sieg gegen United im November 2022 – sind nach wie vor von zentraler Bedeutung. Emi Martinez, Matty Cash, Ezri Konsa, Emi Buendia und Ollie Watkins standen in der Startelf, während John McGinn und Boubacar Kamara von der Bank kamen. Auch Tyrone Mings und Lucas Digne kamen zum Einsatz.
Im Rückblick auf die vergangene Saison glaubt Emery, dass Villa noch mehr erreichen kann. “Das letzte Jahr ist ein Beispiel und eine Erfahrung für uns. Manchmal haben wir gute Leistungen gezeigt und unser Ziel erreicht, aber wenn wir unsere Ansprüche höher ansetzen würden, könnten wir vielleicht sogar noch mehr erreichen”, sagte er.
Das lange Warten auf Silber
Die letzte große Trophäe holte Villa 1996 mit dem Gewinn des Ligapokals. Seitdem hat man zwei FA-Cup-Finals und ein Ligapokalfinale verloren. Die Entschlossenheit der Mannschaft ist spürbar, und Kapitän John McGinn brachte zum Ausdruck, dass sie sich unbedingt beweisen wollen.
“Jedes Mal, wenn wir jetzt in ein großes Spiel gehen, haben wir diese Entschlossenheit im Hinterkopf, zu beweisen, dass diese Mannschaft, die wir in den letzten fünf oder sechs Jahren aufgebaut haben, mehr wert ist als ein Viertelfinale, mehr wert als ein Halbfinale”, sagte McGinn gegenüber Reportern.
Während sich Villa auf das Spiel gegen Manchester United vorbereitet, steigt die Vorfreude. Können sie ihre Ambitionen in die Tat umsetzen und ihr langes Warten auf einen Titel beenden?

