DieEURO 2025 erweist sich als die Bühne für Alexia Putellas. Mit einer atemberaubenden Leistung (zwei Tore und zwei Vorlagen) beim 6:2-Sieg Spaniens gegen Belgien wurde die Talismanin aus Barcelona zum zweiten Mal in nur zwei Spielen zur Spielerin des Spiels gewählt und bewies damit, dass sie wieder unschlagbar ist.
Eine wiedergeborene Meisterin
In der Schweiz steht Putellas im Rampenlicht und orchestriert Spaniens Angriff mit Flair und Finesse. Bei der EURO 2025 hat sie nach dem 5:0-Sieg gegen Portugal nun drei Tore und zwei Vorlagen in zwei Spielen erzielt. Das ist eine glühende Rückkehr, die nach dem Ballon d’Or schreit – möglicherweise ein rekordverdächtiger dritter für die spanische Meisterin.
Was diese Kampagne so symbolträchtig macht, ist ihr Kontext. Erst vor zwei Jahren wurde Putellas bei der EURO 2022 mit einem Kreuzbandriss außer Gefecht gesetzt und sah aus der Ferne zu, wie England den Titel holte. Der Weg zurück war alles andere als glatt – Reha, Rückschläge bei Operationen und ein begrenzter Einsatz bei der Weltmeisterschaft 2023.
Statistikgestützte Dominanz
Jetzt, wo sie wieder voll fit ist, sind die Zahlen überwältigend. In der Saison 2023-24 erzielte Alexia in 24 LaLiga-Spielen 16 Tore und 11 Assists und steuerte in 10 Champions-League-Spielen vier Tore und drei Assists bei. Diese Zahlen – in Kombination mit ihrem Wiederaufstieg seit März – veranlassten Montse Tomé, sie in den Mittelpunkt der spanischen EURO-Auswahl zu stellen, insbesondere in Abwesenheit von Aitana Bonmatí aufgrund von Krankheit.
Technische Brillanz trifft auf taktische Reife
Gegen Belgien zog Putellas die Fäden im Mittelfeld, wie es nur wenige können. Sie brachte 88 % ihrer Pässe an den Mann, spielte sechs entscheidende Pässe und kam auf 110 Ballkontakte – diezweitmeisten im gesamten Spiel. Außerdem traf sie das Gebälk, was ihre unermüdliche Gefährlichkeit im letzten Drittel unterstreicht.
“Ich denke sehr schnell, ich sehe das ganze Spiel im Voraus, und das ist ein Schlüsselelement für mich, um mich gut zu fühlen”, sagte sie nach dem Spiel. Ihr scharfer Fußball-IQ und ihr geschmeidiges Zusammenspiel bringen Spanien bei der Europameisterschaft auf ein bisher unbekanntes Terrain – noch nie hat das Team das Viertelfinale erreicht.
Ein Auge auf die Trophäe, nicht auf das Rampenlicht
Trotz ihrer individuellen Brillanz behält Putellas das Kollektiv im Auge. “Aufgrund meiner Position erzeuge ich Chancen – manchmal schließe ich sie ab, manchmal sind es meine Mitspielerinnen. Diese Auszeichnung ist individuell, aber unser Erfolg ist eine Teamleistung”, betonte sie.
Spanien hat nun den Einzug in die K.o.-Runde geschafft und damit sein bestes Ergebnis bei einer EURO erreicht. Der Hunger ist spürbar. Sie lobte ihre Teamkolleginnen beim Namen – das Pressing von Esther González, die Entscheidungen von Claudia Pina und Mariona Caldentey, die Autorität von Patri Guijarro im Mittelfeld – alles wichtige Teile im taktischen Puzzle von La Roja.
Ballon d’Or oder Pleite?
Putellas ist nicht nur zurück, sondern schreibt das Drehbuch neu, denn ihr Leistungsniveau ist auf dem Höhepunkt und Spanien läuft auf allen Zylindern. Ein dritter Ballon d’Or ist nicht nur in greifbarer Nähe, er ist unvermeidlich. Doch im Moment liegt der Fokus darauf, Spanien zum ersten europäischen Titel zu führen.


