Wayne Rooney hat sich gegen die Behauptung von Steven Gerrard gewehrt, dass es der englischen Nationalmannschaft an Geschlossenheit gefehlt habe. Er betonte, dass seine Mannschaft hart gearbeitet habe und in entscheidenden Momenten einfach nur versagt habe.
Gerrard, der zwischen 2000 und 2014 114 Länderspiele für England bestritten hat, sorgte diese Woche im Podcast Rio Ferdinand Presents für Aufsehen, als er einige ehemalige Teamkollegen als “egoistische Verlierer” bezeichnete und sagte, “wir waren kein Team” Die Bemerkung hat eine Debatte über die Beziehungen in der Umkleidekabine aus dieser Zeit neu entfacht.
Die Antwort kam von Rooney in seinem BBC-Podcast The Wayne Rooney Show. Rooney, der 120 Mal in der Nationalmannschaft eingesetzt wurde und mit 53 Toren Englands Rekordtorschütze war, sagte, dass die Kritik die Bemühungen dieser Mannschaften unterbewertet.
“Natürlich haben wir nichts gewonnen. Ich würde es nicht ganz so ausdrücken, aber ich weiß, was er sagt. In der Umkleidekabine gab es viele große Persönlichkeiten.”
Rooney sagte, dass die aktuelle Generation anders aussehe, weil die Spieler außerhalb des internationalen Rahmens Kontakte knüpfen und trainieren. Er wies auf moderne Gewohnheiten hin, wie z. B. Vereinskameraden aus rivalisierenden Mannschaften, die in Kontakt bleiben und vor der Saisonvorbereitung gemeinsam trainieren.
“Heute trainieren die Spieler vor der Saisonvorbereitung gemeinsam – Phil Foden und Marcus Rashford zum Beispiel. Es ist eine andere Generation. Das Wichtigste ist, dass die Medienberichterstattung darüber viel besser ist. Die Spieler kommen besser mit den Medien zurecht. Von außen betrachtet gibt das ein besseres Gefühl
Er räumte ein, dass es für die Spieler von Manchester United und Liverpool früher schwieriger war, abseits des Spielfelds enge Bande zu knüpfen, wies aber die Vorstellung zurück, dass es seinen Teams an Engagement mangelte.
“Ich kam mit allen gut aus, ich verstand mich mit allen. Mir war klar, dass Becks und Gary Neville und Scholesy den Liverpoolern nicht nahe stehen würden. Aber eines ist sicher: Alle haben hart füreinander gearbeitet. Ich glaube nicht, dass das ein Problem war. Wir haben es einfach nicht geschafft, über die Linie zu kommen.”
Sowohl Rooney als auch Gerrard nahmen für England an sechs großen internationalen Turnieren teil, kamen aber nie über das Viertelfinale hinaus. England hingegen hat seither zwei EM-Endrunden und ein WM-Halbfinale erreicht.
Rooney betonte abschließend, dass die Spieler an ihre eigenen Fähigkeiten glaubten.
“Wir haben zu 100 % daran geglaubt, dass wir gewinnen können. Ganz sicher.”
