Die 4. Etappe der Vuelta a España 2025 verspricht Unsicherheit und Intrigen. Wenn das Peloton Italien verlässt und französisches Territorium betritt, stehen die Fahrer vor einer Strecke, die von Anfang an zum Chaos einlädt. Obwohl das Finale in Voiron auf eine Sprintankunft hindeutet, könnten die ersten Anstiege in den Alpen zu einer Ausreißergruppe führen, die sich durchsetzen könnte.
Analyse der Strecke: Alpine Anstiege und eine schnelle Abfahrt

Der Tag beginnt in Susa, wo kurz vor dem Colle delle Finestre die Zielflagge fällt. Was folgt, ist eine anspruchsvolle erste Stunde, die mit einem 5,7 km langen Anstieg mit 5,6 % beginnt. Kurz darauf folgt ein 8,4 Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 5,9 %. Diese Anstrengungen auf den ersten Kilometern reichen aus, um das Peloton zu zerfetzen und einer gefährlichen Gruppe die Flucht zu ermöglichen.
Nach der Grenze zu Frankreich steigt die Straße erneut zum Col du Lautaret an. Obwohl er mit durchschnittlich 4 % auf 14 Kilometern nicht besonders steil ist, steigt er auf über 2.000 Meter an, und die Höhe zehrt selbst an den Kräften der härtesten Sprinter. In der zweiten Hälfte der Etappe geht es dann mehr als 1.800 Höhenmeter bergab. Diese lange Abfahrt und die flache Anfahrt bedeuten, dass Zeitabstände von früheren Anstiegen schwer aufzuholen sein könnten.
Quoten für Etappe 4
| Fahrer | Quoten |
|---|---|
| Mads Pedersen | 2.75 |
| Jasper Philipsen | 7.00 |
| Ethan Vernon | 8.00 |
| Orluis Aular | 17.00 |
| Filippo Ganna | 21.00 |
| Ben Turner | 26.00 |
| Casper van Uden | 26.00 |
| Nico Denz | 29.00 |
| Fabio Christen | 34.00 |
| Tom Pidcock | 34.00 |
| Andrea Bagioli | 41.00 |
| Marco Frigo | 41.00 |
| Bryan Coquard | 51.00 |
| Jake Stewart | 51.00 |
Ziellinie: Technisch, bergauf und anstrengend
Wenn das Rennen wieder zusammenkommt, wird das Finale in Voiron nicht einfach sein. Die letzten 300 Meter kommen nach einer scharfen Kurve, gefolgt von einer Steigung mit 4 %. Es ist ein Finish, das die Gruppe in die Länge zieht und die reine Geschwindigkeit dämpft. Positionierung und Durchsetzungsvermögen sind hier wichtiger als rohe Sprintkraft.
Erschwerend kommt das Wetter hinzu. Die Fahrer wechseln von der kühlen Alpenluft in ein heißes Tal, in dem die Temperaturen bis in die 30er Jahre steigen sollen – ein weiterer Test nach einem kräftezehrenden Tag.
Die Konkurrenten: Ist Pedersen der Mann, den es zu schlagen gilt?
Mads Pedersen geht als einer der Top-Favoriten in die 4. Etappe. Das knackige Finale spielt ihm in die Karten, und Lidl-Trek wird wahrscheinlich versuchen, das Rennen zu kontrollieren. Pedersen zeigte heute starke Beine, die nur durch ein etwas härteres Finale als erwartet beeinträchtigt wurden. Mit dem passenden Profil und dem Schwung auf seiner Seite wird der Däne schwer zu schlagen sein, wenn es zu einem Sprint kommt.
Jasper Philipsen hingegen kämpfte auf der heutigen Etappe und bestätigte damit die Zweifel an seiner Frühform. Die Anstiege könnten ihn erneut auf die Probe stellen, aber Alpecin-Deceuninck könnte trotzdem auf einen Massensprint setzen. Der Bergauftritt kommt seiner gewohnten Spitzengeschwindigkeit nicht entgegen, aber Philipsens Klasse hält ihn im Rennen – wenn er durchhält.
Was ist zu erwarten?
Es ist eine Etappe auf Messers Schneide. Die Anstiege locken die Angreifer, aber die lange Abfahrt und das flache Finale machen eine Kontrolle möglich. Wird sich bei der Vuelta endlich eine Ausreißergruppe durchsetzen können? Oder werden Pedersen und Philipsen die Etappe zu einem kraftraubenden Drag Race machen?
Eines ist sicher: Die 4. Etappe wird die Klassementfahrer zum Schwitzen bringen, die Beine der Sprinter auf die Probe stellen und die Fans bis zu den letzten Metern in Voiron in Atem halten.