Die Tour de France stürmt endlich ins Hochgebirge – und die Pyrenäen sind bereit, die Gesamtwertung neu zu schreiben. Die 12. Etappe ist ein entscheidender Tag, an dem das Peloton an den mythischen Hängen des Hautacam aufeinander trifft. Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard stehen vor ihrem ersten Gipfelduell seit dem Critérium du Dauphiné, und die Spannung könnte nicht größer sein.
Die Strecke: Die Ruhe vor dem Sturm
Die 12. Etappe beginnt in Auch mit einer trügerischen Gelassenheit – flache Straßen und sanfte Rhythmen. Doch die Pyrenäen tauchen auf. Im letzten Drittel der Etappe kippt die Straße mit brutaler Ehrlichkeit nach oben und fordert die Widerstandsfähigkeit jedes Fahrers.

Quoten für Etappe 12
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| Fahrer | Quoten |
|---|---|
| Tadej Pogacar | 1.90 |
| Jonas Vingegaard | 4.00 |
| Mattias Skjelmose Jensen | 17.00 |
| Remco Evenepoel | 17.00 |
| Thymen Arensman | 21.00 |
| Lenny Martínez | 21.00 |
| Matteo Jorgenson | 29.00 |
| Michael Storer | 35.00 |
| Simon Yates | 35.00 |
| Felix Gall | 35.00 |
| Ben O’Connor | 40.00 |
| Florian Lipowitz | 40.00 |
| Santiago Buitrago | 40.00 |
| Primož Roglič | 40.00 |
| Sepp Kuss | 70.00 |
| Einar Augusto Rubio Reyes | 70.00 |
| Cristian Rodriguez Martin | 70.00 |
| Sergio Andres Higuita Garcia | 80.00 |
| Oscar Onley | 80.00 |
Anstiege, die den Tag prägen
Das erste große Hindernis ist der Col du Soulor – 11,6 km bei 7,6 %. Er ist eine Bedrohung in der Mitte der Etappe, die 46 km vor dem Ziel endet und das Peloton mit Sicherheit zersplittern wird.
Kurz darauf nehmen die Fahrer den Col des Bordères (3,3 km, 8 %) in Angriff, der nach 35 km erreicht wird. Er bildet das Vorspiel zum Hauptanstieg der Etappe.
Dann kommt Hautacam: 13.6 km mit 7,8 %. Dieser Gipfel hat eine Geschichte der Verwüstung – vor allem im Jahr 2022, als Vingegaard den Pogacar zertrümmerte. Er ist lang, strafend und unerbittlich und bietet keinen taktischen Schatten, in dem man sich verstecken könnte. Das reine Leistungsgewicht wird über den Sieger entscheiden.
Hitze und Herzschmerz
Das Wetter wird nicht viel Wind bringen, aber es werden Temperaturen von bis zu 26°C auf dem Gipfel vorhergesagt – genug, um die Bergluft als erstickend zu empfinden. Für einige könnte die Hitze der entscheidende Punkt sein. Rechnen Sie mit sichtbarem Leid, entblößten Schwachstellen und vielleicht sogar mit dem Zusammenbruch von GC.
Die Favoriten: Kraft trifft auf Druck
Tadej Pogacar geht als das Maß aller Dinge beim Klettern an den Start. Er ist beständig, explosiv und taktisch klug und fühlt sich bei diesen Gipfelkämpfen wohl. Diese Etappe neutralisiert jedoch seine Schlagkraft – hier herrschen lange Steigungen und ein unerbittlicher Rhythmus. Die VAE werden Almeidas Tempo vermissen, aber das Profil eignet sich nicht für taktische Überrundungen. Der kleine Sturz von Pogacar heute sorgt für mentalen Lärm – etwas, das man beobachten sollte.
Jonas Vingegaard sieht messerscharf aus. Seine Form aus dem Dauphiné hält an, und psychologisch ist er gut drauf. Die Aggressivität von Visma zu Beginn des Rennens könnte die Moral der VAE geschwächt haben. Aber da die Taktik vom Tisch ist, muss Vingegaard nun seine reinen Kletterqualitäten unter Beweis stellen. Er kann es sich nicht leisten, hier zu schwächeln – dies ist ein entscheidender Test.

GC Bild: Kein Platz zum Verstecken
Der flache Beginn macht es für die GC-Kandidaten unwahrscheinlich, mit frühen Angriffen zu spielen. Erwarten Sie ein gleichmäßiges Tempo, angeführt von UAE und Visma, bis der wahre Kampf auf Hautacam ausbricht.
Remco Evenepoel wird seinen Podiumsplatz verteidigen und den heutigen Tag als Maßstab dafür nutzen, wie weit er in das Gebiet der Elitekletterer vordringen kann. Ben Healy, der derzeitige Träger des Gelben Trikots, könnte die Führung abgeben, sollte aber dennoch Stärke zeigen. Es wird erwartet, dass Kévin Vauquelin bei diesen längeren Anstiegen in der Gesamtwertung abrutscht.
Fahrer wie Florian Lipowitz, Felix Gall und Enric Mas könnten die Jagd auf die Top-10-Plätze beleben. Primož Roglič, der während der Tour immer besser wird, könnte überraschen, wenn er am Schlussanstieg seinen Rhythmus findet.
Ausreißer-Dynamik: Gering, aber möglich
Könnte eine Ausreißergruppe den Tagessieg erringen? Es ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Dazu müssten die VAE vor den großen Anstiegen einen Vorsprung von 6 bis 7 Minuten zulassen. Die jüngsten Trends bei der Tour deuten jedoch darauf hin, dass sie nicht darauf setzen werden, Außenseitern wertvolle Etappensiege zu überlassen.
Mattias Skjelmose (18. der Gesamtwertung) könnte der bestplatzierte Fahrer sein, der bereit ist, die Würfel zu werfen. Andere, die es zu beobachten gilt, sind Guillaume Martin, Ben O’Connor, Thymen Arensman, Michael Storer, Aurélien Paret-Peintre, Alexey Lutsenko, Santiago Buitrago und Lenny Martínez. Ihre Chancen hängen von der taktischen Nachsicht ihrer Teams und Konkurrenten ab.
Die 12. Etappe ist mehr als nur ein Anstieg – sie ist ein Schmelztiegel. Mit Hautacam wird auch klarer, wer in Paris Gelb tragen wird. Pogacar. Vingegaard. Die Berge werden sprechen – und wir werden zuhören. Bleiben Sie bei uns auf TipsGG für eine vollständige Berichterstattung und Analyse nach der Etappe.