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Jens Voigt über die einzige Möglichkeit, Tadej Pogacar bei der Tour de France 2025 zu stoppen

25.06.2025, 05:44

Die Tour de France 2025 steht vor der Tür, und nur wenige Stimmen genießen so viel Respekt, wenn es um Grand-Tour-Weisheiten geht, wie Jens Voigt – ein Mann, der die Tour erstaunliche 17 Mal gefahren ist. In einem kürzlich geführten Gespräch mit The Cycling Dane äußerte sich der deutsche Veteran offen über die aktuelle Dynamik im Peloton und die überragende Präsenz von Tadej Pogacar.

Das Wettrüsten: UAE Team Emirates vs. Team Visma | Lease a Bike

Beide Teams haben ein großes Budget – UAE ist wahrscheinlich das größte von allen”, bemerkt Voigt und nennt die finanzielle Feuerkraft, die zu Spitzenleistungen führt. Mit Namen wie Juan Ayuso und Adam Yates, die in einer Nebenrolle fahren, nimmt Voigt kein Blatt vor den Mund: “Das ist eine ernsthafte, ernsthafte Qualität.”

Auf der anderen Seite behauptet sich das Team Visma | Lease a Bike. Mit Titelverteidiger Jonas Vingegaard an der Spitze glaubt Voigt, dass die Fronten ziemlich ausgeglichen sind. ” Jonas hat auch ein gutes Team”, sagt er und hebt Wout van Aert als entscheidenden Faktor hervor. “Wenn Wout in Topform ist, ist er bei Flach- und Mittelgebirgsetappen entscheidend, um Jonas zu positionieren und ihn vor Stress zu schützen.”

Die Van Aert-Variable

Van Aert, mit seiner einzigartigen Mischung aus Kraft und Ehrgeiz, könnte das Ass von Visma sein. “Er könnte der Schlüsselfaktor für Jonas’ Sieg bei der Tour sein”, erklärt Voigt. “Er hat den Mont Ventoux schon bestiegen – das darf man nicht vergessen. Er kann wirklich gut klettern.”

Voigt erkennt aber auch die teaminterne Herausforderung: “Wout ist nicht Joe Average. Er will helfen, aber er will auch seinen eigenen Tag haben. Er ist einer der fünf Superstars in unserem Sport.” Der Spagat zwischen persönlichem Ehrgeiz und Teamzielen bleibt ein heikler Tanz.

Pogacar and Vingegaard

Das Pogacar-Problem

Doch all diese Planung könnte vergeblich sein, wenn man es mit dem unbeugsamen Tadej Pogacar zu tun bekommt. ” Das ist die Millionen-Dollar-Frage”, lacht Voigt auf die Frage, wie man den Slowenen stoppen kann. “Er hat eigentlich keine Schwäche – er stürzt selten, macht wenig taktische Fehler und dominiert die Berge.”

Einen Hoffnungsschimmer sieht Voigt noch in einem Präzedenzfall. “Weißt du noch, als Jonas Tadej ein oder zwei Minuten abgenommen hat? Wenn er diese Zahlen noch einmal erreicht, vor allem bei der TT, könnte das das Gleichgewicht verschieben.”

Stärke oder Glück – nichts dazwischen

Voigt ist in seiner abschließenden Einschätzung unmissverständlich: “Es kommt auf brutale Stärke an. Man muss stärker sein – oder unglaubliches Glück haben. Man muss hoffen, dass er einen schlechten Tag hat, oder man muss ihn bei Seitenwind überrumpeln

Und das Urteil? “Kluges Taktieren bringt nichts. Um Pogacar zu schlagen, braucht man entweder seltene Kraft oder seltenes Glück.”

Mit Blick auf die Tour de France ist eines klar: Um Pogacar zu stoppen, braucht es nicht nur Strategie, sondern auch einen Hauch des Außergewöhnlichen.

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