O’Neill übernimmt Interimsrolle nach Rodgers’ Schock-Rücktritt
Martin O’Neill hat nach dem plötzlichen Rücktritt von Brendan Rodgers den Posten des Interimstrainers bei Celtic übernommen. Der 73-Jährige, der zuletzt 2019 bei Nottingham Forest tätig war, bezeichnete seine Rückkehr als vorübergehend und erklärte, er wolle lediglich den Platz für einen dauerhaften Nachfolger “warm halten”.
O’Neills erstes Spiel unter seiner Leitung wird am Mittwoch in der schottischen Premier League gegen Falkirk stattfinden. Im Gespräch mit TalkSport gab er zu, von dem Angebot überrascht worden zu sein: “Ich habe erst einmal nach Luft geschnappt und mich gefragt, ob das echt ist.” Er fügte hinzu: “Als ich mich vom Boden hochgezogen hatte, dachte ich, dass ich es vielleicht tun sollte.”
Eine legendäre Rückkehr
O’Neills vorherige Amtszeit bei Celtic war legendär: drei Meistertitel, drei schottische Pokale, ein Ligapokal und ein UEFA-Pokalfinale. Bei seinen Überlegungen zu seiner Rückkehr betonte er, dass seine Ernennung nur von kurzer Dauer war: “So einfach ist das. Celtic ist auf der Suche nach einem jungen Trainer mit nachgewiesenen Fähigkeiten. Wir wollen den Verein jetzt nach vorne bringen.”
Er deutete auch an, dass er auf den ehemaligen Starstürmer Henrik Larsson zugehen wird, und scherzte: “Vielleicht rufe ich Henrik Larsson an und frage ihn, ob er im Fitnessstudio geblieben ist.”
Celtics Kämpfe und Desmonds scharfe Rüge
Nach der 1:3-Niederlage in Tynecastle liegt Celtic in der Scottish Premiership acht Punkte hinter Heart of Midlothian. Der Klub wurde auch für eine glanzlose europäische Kampagne und das Transferfenster kritisiert.
Großaktionär Dermot Desmond reagierte mit einer vernichtenden Erklärung auf den Rücktritt von Rodgers, in der er dem ehemaligen Manager vorwarf, eine “giftige Atmosphäre” geschaffen und sich “spalterisch, irreführend und eigennützig” verhalten zu haben. Desmond wies die Behauptung von Rodgers zurück, ihm sei keine Vertragsverlängerung angeboten worden, und erklärte, Rodgers habe die volle Kontrolle über Fußballangelegenheiten und die Personalauswahl gehabt.
“Was in letzter Zeit gescheitert ist, lag nicht an unserer Struktur oder unserem Modell, sondern am Selbsterhaltungstrieb eines Einzelnen auf Kosten anderer”
Rodgers hat noch nicht auf Anfragen reagiert.
