Nachdem er sich der Radsportwelt mit einem überwältigenden Etappensieg bei der letztjährigen Tour de France vorgestellt hatte, gehörte Kevin Vauquelin auch bei der Ausgabe 2025 zu den herausragenden Fahrern. Doch die erste echte Bergprüfung auf der 10. Etappe offenbarte die ersten Risse in seiner Rüstung. Der Franzose büßte rund 30 Sekunden auf die Spitzenfahrer ein und rutschte in der Gesamtwertung vor dem Ruhetag vom dritten auf den sechsten Platz ab.
“Diese 10. Etappe war absolut kräftezehrend”, gab Vauquelin in einer Pressemitteilung nach der Etappe über Arkéa – B&B Hotels zu. “Das Tempo war den ganzen Tag über hoch. Die Ausreißer waren unglaublich stark – Hut ab vor ihnen. Wir sind wirklich gut als Team gefahren. Ich habe alles gegeben, und ich bereue nichts
Es war ein zermürbender Tag im Sattel, mit unerbittlichen Anstiegen und einem hohen Tempo, das von den GC-Teilnehmern vorgegeben wurde. Vauquelin, der erst Mitte 20 ist, kämpfte mit Entschlossenheit. “Wir wussten, dass es hart werden würde, und das war es heute auch. Ich habe bis zum Schluss gekämpft, so wie ich es mir vorgenommen hatte”, sagte er und blieb trotz des kleinen Rückschlags zuversichtlich. “Vielen Dank an das gesamte Team von Arkéa – B&B Hotels für die harte Arbeit. Das ist eine weitere Erfahrung. Der morgige Ruhetag wird sehr willkommen sein.”
Ein Schimmer von Positivität inmitten der Ungewissheit des Teams
Die Zukunft von Arkéa – B&B Hotels ist nach wie vor ungewiss, da sich die Frage des Sponsorings stellt und mehrere Fahrer Gerüchten zufolge neue Möglichkeiten ausloten. In diesem Zusammenhang waren die Leistungen von Vauquelin ein entscheidender Lichtblick. Obwohl er auf der 10. Etappe Zeit verlor, ist er weiterhin der Hoffnungsträger der französischen Mannschaft.
“Wir wussten, dass diese Etappe ein Schlüsselmoment sein würde, und Kevin hat sich der Situation gewachsen gezeigt”, erklärte der sportliche Leiter Laurent Pichon in derselben Mitteilung. “Am Vorabend des Ruhetages liegt er nun auf dem sechsten Platz der vorläufigen Gesamtwertung. Ich möchte den kollektiven Einsatz der Mannschaft hervorheben – ihre Positionierung im Peloton war hervorragend. Kevin entwickelt sich zu einem echten Anführer; seine Teamkollegen scharen sich um ihn und geben alles für ihn.”
Laut Pichon war Vauquelin am vorletzten Anstieg in eine kleine Gruppe verwickelt, die sich aber nicht aufgab. “Er war nie weit von der Gruppe des Gelben Trikots entfernt. Nach zehn intensiven Renntagen wird der morgige Ruhetag allen sehr gut tun
Was kommt als nächstes?
Mit Blick auf die Alpen, die im Laufe der Woche anstehen, bleibt Vauquelin in Schlagdistanz zu einem möglichen Podiumsplatz. Die Zeitabstände sind immer noch minimal, und mit seinem Kampfgeist könnte er diese Tour noch zu etwas Unvergesslichem für Arkéa – B&B Hotels machen.
Die 10. Etappe mag eine Erinnerung daran sein, wie unbarmherzig die Tour de France sein kann, aber sie hat auch Vauquelins Widerstandskraft und seine wachsende Reife als Rundfahrer unter Beweis gestellt. Während das Peloton eine dringend benötigte Pause einlegt, werden alle Augen auf den jungen Franzosen gerichtet sein, wenn das Rennen wieder aufgenommen wird.
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