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Fußballverband leitet Untersuchung gegen Argentinien nach Chaos im WM-Finale ein – rote Karte aufgehoben, Sperren drohen

21.07.2026, 04:24

Argentinien steht unter der Lupe des Fußballverbands, nachdem dieser bestätigt hat, eine formelle Untersuchung der Vorfälle nach dem Spiel eingeleitet zu haben, die den 1:0-Sieg Spaniens im WM-Finale überschattet hatten. Mehreren argentinischen Spielern und Betretern könnten erhebliche Strafen drohen, sollte der ernannte Ermittler Verstöße gegen die Disziplinarordnung des Fußballverbands feststellen.

15:00Beendet19.07.2026
1SpanienSpanien
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Die Auseinandersetzung brach kurz nach dem Schlusspfiff aus, als die spanischen Spieler begannen, ihren WM-Triumph zu feiern. Verteidiger Nahuel Molina, Mittelfeldspieler Leandro Paredes, Thiago Almada und Co-Trainer Roberto Ayala schienen alle in die Auseinandersetzung verwickelt zu sein. Berichten zufolge soll Paredes von Schiedsrichter Slavko Vincic eine direkte rote Karte erhalten haben, weil er den spanischen Verteidiger Eric Garcia offenbar am Hals gepackt hatte. Dieser Platzverweis wurde anschließend aus den offiziellen Aufzeichnungen des Fußballverbands gestrichen, wobei der Verband gegenüber BBC Sport bestätigte, dass gegen den Mittelfeldspieler während der Tumulte nach dem Spiel keine Disziplinarmaßnahmen verhängt worden seien.

Argentinien hatte die Partie bereits mit zehn Mann beendet, nachdem Enzo Fernández in der Nachspielzeit wegen einer zweiten gelben Karte die rote Karte erhalten hatte.

„Nach einer Auswertung der relevanten Spielberichte zum WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien … hat die Disziplinarkommission des Fußballverbands einen Disziplinar- und Ethikbeauftragten ernannt, um mögliche Verstöße gegen die Disziplinarordnung des Fußballverbands im Zusammenhang mit den Vorfällen nach dem Spiel zu untersuchen“, teilte der Fußballverband in einer Erklärung mit.

Die möglichen Strafen

Mit der Ernennung eines Disziplinar- und Ethikbeauftragten hat der Fußballverband signalisiert, dass er Verstöße untersucht, die über bloß gewalttätiges Verhalten hinausgehen. Die Untersuchung soll klären, ob das Verhalten der argentinischen Spieler und Betreuer gegen Artikel 13 des Disziplinarreglements des Fußballverbands verstößt, der sich mit beleidigendem Verhalten und den Fairplay-Grundsätzen befasst. Dies umfasst Verhaltensweisen, die gegen „die Grundregeln des anständigen Verhaltens“ verstoßen, oder Handlungen, die dem Ansehen des Fußballs oder des Fußballverbands selbst schaden.

Der Beauftragte wird sowohl erschwerende als auch mildernde Umstände abwägen, bevor er Empfehlungen ausspricht. Der Fußballverband ist befugt, bei Vorliegen entsprechender Gründe weltweite Sperren zu verhängen.

Der Fußballverband berief sich zuvor auf dieselbe Regelung, als er ein Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten des spanischen Fußballverbands, Luis Rubiales, einleitete, nachdem dieser Jenni Hermoso nach dem Sieg Spaniens im Finale der Frauen-Weltmeisterschaft gegen England auf den Mund geküsst hatte. Rubiales wurde 2023 für drei Jahre von allen fußballbezogenen Aktivitäten ausgeschlossen; seine Berufung gegen diese Sanktion blieb letztlich erfolglos.

Auch der uruguayische Stürmer Luis Suárez wurde nach seinem Biss gegen den italienischen Verteidiger Giorgio Chiellini bei der Weltmeisterschaft 2014 mit einer viermonatigen Sperre für alle fußballbezogenen Aktivitäten belegt. Die Sperre zwang den damaligen Stürmer von Liverpool dazu, die ersten neun Spieltage der Premier-League-Saison auszusetzen. Den für schuldig befundenen argentinischen Spielern drohen nun vergleichbar hohe Sperren.

Disziplinarische Risiken an mehreren Fronten

Die neue Untersuchung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Argentinien bereits wegen Vorfällen nach dem Halbfinalsieg bei der Weltmeisterschaft gegen England mit möglichen Sanktionen konfrontiert war. Nach ihrem 2:1-Sieg wurden mehrere argentinische Spieler dabei gesehen, wie sie mit einem Transparent mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falklandinseln gehören zu Argentinien“) feierten – eine politische Stellungnahme zur Unterstützung des territorialen Anspruchs Argentiniens auf die Falklandinseln. Der argentinische Fußballverband hatte bereits ein Disziplinarverfahren wegen dieses Vorfalls eingeleitet, wobei AFA-Funktionäre mit einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Dollar rechnen.

Spieler wie der Tottenham-Verteidiger Cristian Romero, der ehemalige Spurs-Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso und Lisandro Martinez von Manchester United könnten zudem mit individuellen Sanktionen wegen des Zeigens des Transparents rechnen. Argentinien drohen nun möglicherweise Strafen in drei verschiedenen Fällen: wegen der Auseinandersetzung nach dem Spiel, wegen des Falkland-Transparents sowie wegen individueller Sanktionen gegen Spieler wegen der Verbreitung einer politischen Botschaft. Dem argentinischen Fußballverband könnten zudem weitere finanzielle Strafen drohen, da sich die Nachwirkungen eines äußerst umstrittenen Endspiels weiter zuspitzen.

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Bleiben Sie bei TipsGG auf dem Laufenden, während die Disziplinarverfahren des Fußballverbands voranschreiten und Urteile gefällt werden.

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