Aston Villas triumphaler Wandel unter Emery
Am 6. November 2022 ertönte der Villa Park, als Aston Villa einen historischen Sieg gegen Manchester United errang, den ersten Heimsieg gegen die Red Devils seit 1995. Dieser Triumph war das Debüt des neuen Cheftrainers Unai Emery, der gerade erst die bürokratischen Hürden überwunden hatte, die seine Ernennung verzögerten.
Der Klub hatte schon flüchtige Momente der Freude erlebt, aber nichts Vergleichbares. Es schien, als wäre der schlafende Riese Aston Villa endlich aus seinem langen Schlummer erwacht.
In der Umkleidekabine herrschte eine elektrische Atmosphäre mit Händeschütteln, Umarmungen, Gesang und Tanz. Doch inmitten der Feierlichkeiten blieb Emery besonnen. Der Sieg, so schön er auch war, war nicht der Fußball, den er sich vorgestellt hatte. Das chaotische Spiel war weit entfernt von dem kontrollierten, geduldigen und überlegten Stil, den er anstrebt.
Emerys Herausforderung war klar: Er musste alle im Verein – Spieler, Eigentümer, Vorstand und Fans – davon überzeugen, dass seine Vision der richtige Weg war. Drei Jahre später steht er immer noch am Ruder und hat das Ruder herumgerissen.
Ein Manager, der in der Not geschmiedet wurde
Emerys Weg zu Aston Villa ist ein Weg der Resilienz. Eine Knieverletzung im Jahr 2004 beendete seine Spielerkarriere, ebnete aber den Weg für seinen Aufstieg als Manager. Er hat sich schnell einen Namen gemacht, ist aufgestiegen und hat Vereine wie Valencia und Sevilla zu europäischem Ruhm geführt. In seiner Zeit bei Paris Saint-Germain stellte er Rekorde auf, die bis zum heutigen Tag Bestand haben.
Nach einem kurzen Gastspiel bei Arsenal, das mit einer Entlassung endete, gelang Emery ein spektakulärer Neustart bei Villarreal, wo er die Mannschaft zu einem historischen Sieg in der Europa League führte. Sein Ruf wurde weiter gefestigt, als er den Verein ins Halbfinale der Champions League führte.
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Das Villa-Projekt
Als Aston Villa sich an Emery wandte, fanden sie einen Manager mit einer klaren Vision. Er bestand darauf, eine Struktur um sich herum aufzubauen, die seine Philosophie verstand und umsetzte. Sein erster Anruf galt Damian Vidagany, einem Vertrauten, der sich ihm ohne zu zögern anschloss.
Emerys erstes Treffen mit der Mannschaft war unverblümt: “Ich bin nicht glücklich. Ich bin traurig, weil ein Kollege von mir, Steven Gerrard, entlassen worden ist. Er war nicht der einzige Verantwortliche für das, was hier schief gelaufen ist. Sie sind verantwortlich. Sie und jeder im Verein. Wir können die Schuld nicht immer auf den Trainer schieben. Und noch etwas. Ich bin nicht hierher gekommen, um meine Zeit zu verschwenden. Ich bin hierher gekommen, um etwas zu gewinnen.”
In den Trainingseinheiten kamen eingefahrene Gewohnheiten zum Vorschein – ziellose Flanken, überhastete Schüsse. Bei Emerys 24/7-Ansatz ging es nicht nur um Taktik, sondern auch darum, die Art und Weise zu ändern, wie sie über Fußball denken. Ältere Spieler wie Emi Martinez, Ollie Watkins, John McGinn und Lucas Digne nahmen die Veränderung an, und ihr Enthusiasmus wurde ansteckend.
“Wir sind vom Schwarz-Weiß-Fußball zum farbenfrohen Fußball übergegangen”, lautete eine Aussage in der Kantine der ersten Mannschaft, die den Wandel unter Emerys Führung auf den Punkt brachte.
