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Tundra Esports steht vor der dritten TI in Folge mit Ersatzspielern

01.09.2025, 13:53

Das dritte Jahr in Folge wird Tundra Esports mit einem Ersatzspieler in letzter Minute antreten – ein Muster, das sowohl eine Herausforderung als auch ein Markenzeichen ihres Dota-2-Vermächtnisses geworden ist. Obwohl sie eine der beständigsten Kräfte in der europäischen Szene sind, bleibt Tundras Weg zur TI turbulent.

2025Deutschland, Hamburg, Barclays Arena
$1,600,000Preispool
16Teams
PremierTier
Team Falcons
Gewinner
Xtreme Gaming
2 Platz
PARIVISION
3 Platz

2023: Saksas Gesundheitsprobleme bringen Topson ins Spiel

Die Instabilität begann bei TI12 (2023), als Support-Veteran Martin “Saksa” Sazdov aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. Das Team wandte sich an keinen Geringeren als Topias “Topson” Taavitsainen, einen zweifachen TI-Champion. Doch trotz des Stammbaums konnte das Team nicht zusammenfinden, und die Reise endete auf den Plätzen 13 bis 16 – eine bittere Pille für ein Team mit Meisterschaftsambitionen.

2024: Visa-Drama für 9er, Saksa kehrt zurück

Bei der TI13 war es 9class, die aufgrund von Visakomplikationen das Turnier verpasste. In einer poetischen Wendung kehrte Saksa – genesen und bereit – als sein Ersatz ins Team zurück. Dieses Mal konnte sich Tundra hinter ihrer zurückkehrenden Unterstützung versammeln und einen beeindruckenden Lauf hinlegen, der sie auf den 3. Platz brachte, was ihre beste Leistung seit dem Gewinn des Aegis im Jahr 2022 darstellt.

2025: Whitemon raus, Tobi rein

Während die Internationale 2025 näher rückt, geht die Instabilität weiter. Der indonesische Unterstützer Matthew “Whitemon” Filemon wird nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Während der genaue Grund noch nicht bekannt gegeben wurde, hat Tundra seinen Ersatz angekündigt: Der österreichische Offliner Tobias “Tobi” Buchner.

Tobi ist kein Unbekannter in der Dota 2-Szene und hat bereits Teams wie Entity und Alliance vertreten. Er ist für seine Anpassungsfähigkeit und konstante Leistung bekannt und sein Debüt unter dem Tundra-Banner wird eine bemerkenswerte Veränderung darstellen – vor allem, da er eine Support-Rolle übernimmt, die traditionell von Whitemon ausgefüllt wird, einem der zuverlässigsten Spieler von Tundra in dieser Saison.

Ein Trend der Unterbrechung

Schauen wir uns das mal genauer an:

  • 2023: Saksa raus → Topson rein → 13-16. Platz
  • 2024: 9Klasse raus → Saksa rein → 3. Platz
  • 2025: Whitemon raus → Tobi rein → TBD

Drei Jahre. Drei Ersatzspieler. Während Tundra weiterhin ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis stellt, sind die ständigen Unterbrechungen beim größten Dota 2-Event der Welt ein unbestreitbarer Nachteil. Chemie, Vorbereitung und Stabilität – alles lebenswichtige Faktoren bei der TI – waren ein Luxus, den dieses Team nicht hatte.

Augen auf Shanghai

Die International 2025 geht nach Shanghai, China, wo die besten Teams der Welt um das begehrte Aegis of Champions kämpfen werden. Für Tundra ist es mehr als nur eine weitere TI. Es ist eine Chance zu beweisen, dass Anpassungsfähigkeit Widrigkeiten besiegen kann – dass selbst im Chaos Größe möglich ist.

Wird Tobis Erfahrung Tundra helfen, ihre Form zu halten? Oder wird das wiederkehrende Muster der Instabilität sie schließlich einholen?

Gaimin Gladiators: Der Fallout geht weiter

In der Zwischenzeit erschütterte eine weitere Bombe die Dota 2-Welt: Die Gaimin Gladiators zogen sich offiziell aus der The International 2025 zurück. Was zunächst wie eine einvernehmliche Entscheidung aussah, entwickelte sich schnell zu einem öffentlichen Streit.

Source: Official GaiminGladiator X/Twitter. Edited photo

Quelle: Offizieller GaiminGladiator X/Twitter. Bearbeitetes Foto

Mid-Laner Quinn “Quinn” Callahan ging an die Öffentlichkeit und erklärte, dass die Spieler “bereit, willig und fähig” seien, unter dem Gaimin-Banner anzutreten – aber die Organisation habe sie angeblich blockiert. Er führte “offene Fragen” an, die den Kader dazu veranlassten, einen Rechtsbeistand zu suchen, und beschuldigte den Verein, sich einseitig zurückzuziehen.

Die Gaimin Gladiators gaben ihrerseits eine Erklärung ab, in der sie sich darauf beriefen, dass sie aufgrund von Änderungsvorschlägen aus dem Lager der Spieler nicht in der Lage seien, die Regeln von TI für die Einhaltung des Kaders zu erfüllen. Sie betonten, dass die Angelegenheit rechtlich heikel sei, und versprachen, zu gegebener Zeit ausführlichere Informationen zu liefern.

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