
Der Ballon d’Or ist die prestigeträchtigste Einzelauszeichnung im Fußball und wird an den Spieler verliehen, der individuelle Brillanz, Teamerfolg und Beständigkeit über eine ganze Saison hinweg vereint. In den letzten Jahren haben Gewinner wie Lionel Messi und Karim Benzema ihre Top-Statistiken mit großen Silberlingen gepaart
In diesem Jahr ist ein Großteil des Rampenlichts auf Lamine Yamal gefallen, Barcelonas Teenager-Sensation, der die Fans mit seinem Flair, seiner Reife und seiner Fähigkeit, Spiele zu gewinnen, im Alter von nur 17 Jahren beeindruckt hat. Doch trotz seines bemerkenswerten Aufstiegs gibt es drei wichtige Gründe, warum er den Goldenen Ball im Jahr 2025 wahrscheinlich nicht in die Höhe stemmen wird.
1. Keine Champions League- oder Nations League-Titel
Die Champions League bleibt der einflussreichste Faktor bei der Wahl zum Ballon d’Or. Obwohl Jamal bei Barças Einzug ins Halbfinale die Hauptrolle spielte, konnte er nicht den ganzen Weg gehen. Auch seine internationale Kampagne war nicht von Erfolg gekrönt, da Spanien im Finale der Nations League gegen Portugal verlor.
Im Gegensatz dazu haben Konkurrenten wie Ousmane Dembélé in Europa entscheidende Beiträge geleistet, was ihnen einen größeren Anspruch auf die Auszeichnung verleiht.
2. Trophäenausbeute und Statistiken sprechen für Dembélé
Yamals Sammlung von Titeln in La Liga und der Copa del Rey ist beeindruckend, verblasst aber im Vergleich zu Dembélés Kampagne bei PSG, wo er zusätzlich die Ligue 1, den Coupe de France und die Champions League gewann.
2024/25Spanien
Real MadridDie Zahlen unterstreichen dies: Jamal erzielte 18 Tore und 25 Assists, während Dembélé 35 Tore und 16 Assists beisteuerte. In der Champions League kam Dembélé auf 14 Torvorlagen, Yamal auf neun – ein Unterschied, der den Wählern auffallen wird.
3. Abwesenheit bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft
Die FIFA Klub-Weltmeisterschaft ist zwar nicht das prestigeträchtigste Turnier, bietet aber eine globale Bühne, auf der herausragende Leistungen in den Köpfen der Wähler haften bleiben. Dembélé spielte eine Rolle beim Einzug von PSG ins Finale und sorgte damit für einen weiteren Höhepunkt in seinem Jahr. Jamal und Barcelona waren nicht dabei, so dass er keine weitere Chance hatte, sich im Rampenlicht zu präsentieren.
Schlusswort
Lamine Yamal ist die Zukunft – daran zweifelt kaum jemand. Sein Durchbruch im Alter von nur 18 Jahren ist außergewöhnlich, und seine Entwicklung deutet darauf hin, dass er eines Tages den Ballon d’Or gewinnen wird. Aber im Jahr 2025 bedeutet die Kombination aus fehlenden Trophäen, vergleichbaren Statistiken und weniger großen Auftritten, dass dies noch nicht sein Jahr ist.
Yamals Zeit wird kommen – aber bis dahin gehört der Ballon d’Or den Spielern, die ihre Brillanz mit dem Tafelsilber verbinden.
