Spaniens Schock über Yamals Eingriff
Der spanische Fußballverband (RFEF) hat sich überrascht und besorgt darüber geäußert, dass Lamine Yamal sich ohne vorherige Ankündigung einem Eingriff an der Leiste unterzogen hat. Der 18-jährige Flügelspieler vom FC Barcelona war ursprünglich für die bevorstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Georgien und die Türkei am 15. bzw. 18. November vorgesehen.
Luis de la Fuente, der spanische Nationaltrainer, gab zu, dass er noch nie mit einer ähnlichen Situation konfrontiert war. man weiß es nicht, man hat nichts gehört, man kennt keine Details, und dann erfährt man von gesundheitlichen Problemen. Da ist man schon überrascht”, sagte er.
Yamal hatte am Sonntag beim 4:2-Sieg des FC Barcelona gegen Celta Vigo ein Tor erzielt, bevor er in der Schlussphase des Spiels ausgewechselt wurde.
Offizielle Erklärung des RFEF
Der RFEF gab eine Erklärung ab, aus der hervorging, dass sich Jamal am Montagmorgen einem invasiven Radiofrequenz-Eingriff unterzogen hat, um Beschwerden in seinem Schambereich zu lindern. Der medizinische Stab des Verbandes erfuhr erst um 22:40 Uhr desselben Tages von diesem Eingriff, der eine ärztliche Empfehlung für 7-10 Tage Ruhe nach sich zog.
In Anbetracht dieser Situation und unter Berücksichtigung der Gesundheit, der Sicherheit und des Wohlbefindens des Spielers hat der Spanische Fußballverband beschlossen, den Spieler aus dem aktuellen Kader zu streichen.
De la Fuente hat den Spieler Jorge de Frutos von Rayo Vallecano als Ersatz für Yamal einberufen.
Spannungen zwischen Barcelona und RFEF
Dieser jüngste Streit hat die Beziehungen zwischen Barcelona und dem RFEF weiter belastet. Anfang September hatte Hansi Flick, der Manager des FC Barcelona, Spanien öffentlich dafür kritisiert, sich nicht ausreichend um seine Spieler zu kümmern. Jamal, der mit einem leichten Leistenproblem in die Nationalmannschaft gekommen war, verschlimmerte es während eines Länderspiels und verpasste daraufhin vier Spiele für Barcelona.
De la Fuente betonte, dass man kein Risiko eingegangen sei und dass ein Spieler, der für seinen Verein fit sei, auch für die Nationalmannschaft in Frage käme. Vor der Länderspielpause im Oktober kam es jedoch erneut zu Spannungen, als De la Fuente Jamal in seinen Kader aufnahm, woraufhin Barcelona später klarstellte, dass der Spieler verletzt war. Der RFEF behauptete, Jamal habe bei seiner Aufnahme in die Nationalmannschaft keine Beschwerden gehabt.
Quellen bei Barcelona behaupten, dass ihr medizinisches Team in ständigem Kontakt mit dem RFEF steht und betonen, dass der Verein verantwortungsvoll handelt, um Yamals Genesung zu gewährleisten.


