Real Madrid will Arbeloa entlassen und hat vier Kandidaten in der engeren Auswahl für die Nachfolge
Real Madrid steht nach einer turbulenten Zeit seit dem Wechsel von Carlo Ancelotti nach Brasilien vor einer Neuordnung des Kaders. Der Klub hat in kurzer Folge zwei Manager ausgetauscht: Xabi Alonso war sieben Monate lang im Amt, bevor Alvaro Arbeloa das Ruder in der B-Mannschaft übernahm. Mit einem Vorsprung von neun Punkten in der Liga und schwindenden Aussichten auf einen Pokal scheint eine zweite trophäenlose Saison in Folge unausweichlich. Im Bernabeu lösen solche Ergebnisse sofortige Maßnahmen in der Vorstandsetage aus.
In der Pressekonferenz nach dem Spiel in der Allianz Arena bliebArbeloa gelassen und erklärte, dass er sich keine Sorgen um seine Position mache und die Entscheidung bei der Klubführung liege. Nur wenige Beobachter erwarten, dass er über diese Saison hinaus bleibt.
Die Auswahlliste nimmt Gestalt an
Jurgen Klopp steht trotz seiner wiederholten Dementis ganz oben auf der Wunschliste. Der ehemalige Manager des FC Liverpool genießt im Bernabeu nach wie vor hohes Ansehen, obwohl er öffentlich betont hat, dass er mit seiner Rolle als weltweiter Fußballchef von Red Bull zufrieden ist. Sowohl Klopp als auch sein Vertreter haben bestätigt, dass es keinerlei Kontakt zu Madrid gibt und dass er keine Pläne hat, ins Management zurückzukehren. Die Spekulationen halten dennoch an.
Mauricio Pochettino stellt eine konkretere Option dar. Der Argentinier wurde letzten Monat in Madrid gesichtet, wo er das Champions-League-Spiel zwischen Tottenham und Atletico Madrid verfolgte. Sein Vertrag mit der amerikanischen Nationalmannschaft läuft nach der Weltmeisterschaft in diesem Sommer aus. Während einer Pressekonferenz am 1. April ließ Pochettino die Tür für eine Rückkehr in die Vereinsführung offen, dementierte aber Gespräche mit Madrid oder anderen Vereinen. Unter den diskutierten Kandidaten erscheint er als das plausibelste Ziel.
Didier Deschamps steht an dritter Stelle. Seine pragmatische Herangehensweise stößt auf geteilte Meinungen, doch seine Bilanz, die Frankreich zu sechs großen Turnieren in Folge geführt hat, spricht Bände. Ein wohlverdientes Sabbatical könnte für ihn nach solch anhaltenden internationalen Verpflichtungen attraktiv sein.
Zinedine Zidane vervollständigt die vierköpfige Liste. Sein Stammbaum als Spieler und Manager im Verein macht ihn natürlich attraktiv, auch wenn seine aktuelle Verfügbarkeit und seine Absichten ungewiss bleiben.
Der Druck, der auf ihm lastet
Wer auch immer den Posten erbt, steht unter unerbittlichem Druck. Zwei Spielzeiten ohne große Erfolge sind eine unangenehme Realität für eine Institution vom Kaliber Real Madrids, und die sofortige Lieferung einer Trophäe ist nicht verhandelbar. Das Bernabeu verlangt Perfektion, und der neue Trainer wird in eine Rolle schlüpfen, in der es praktisch keinen Spielraum für Fehler gibt.
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