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Nein, danke

Martinelli sollte das 45-Millionen-Euro-Angebot von Galatasaray annehmen und Arsenal den Rücken kehren

13.08.2026, 12:57
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Die türkische Super Lig zieht in diesem Sommer echte Top-Talente an, und Galatasaray soll nun ein Angebot in Höhe von rund 45 Mio. € (38,4 Mio. £) für den Arsenal-Flügelspieler Gabriel Martinelli vorgelegt haben. Mit diesem Wechsel würde sich der Brasilianer in die Riege einer ganzen Reihe europäischer Spitzenspieler einreihen, die sich in diesem Transferfenster für die Türkei entschieden haben.

Fenerbahçe gehörte zu den aktivsten Vereinen und schloss Transfers für Romelu Lukaku, Mason Greenwood, Nathan Ake, Vedat Muriqi und Sidiki Cherif ab. Beşiktaş sicherte sich Leandro Trossard von Arsenal, Dušan Vlahović von Juventus Turin, Alexander Nübel vom FC Bayern München und Kassoum Outtara von AS Monaco. Trabzonspor holte mit Mo Salah den wohl bekanntesten Namen von allen.

Martinellis Weg zurück zu Arsenal ist praktisch versperrt

Wie Trossard vor ihm konnte sich Martinelli unter Mikel Arteta nie endgültig auf der linken Außenbahn durchsetzen; Arteta wechselte die beiden in den letzten beiden Spielzeiten abwechselnd ein. Nun, mit 25 Jahren, scheint er nicht mehr gebraucht zu werden und hat nur noch wenige Optionen, da die neue Saison in wenigen Tagen beginnt.

Sich standhaft zu zeigen und einen Wechsel zu verweigern, ist eine legitime Haltung. Wenn ein Verein jedoch signalisiert, dass ein Spieler zum Verkauf steht, bedeutet dies fast immer das Ende dieser Beziehung. Nur in seltenen Fällen – Harry Maguire von Manchester United ist das herausragende Beispiel – gelingt es einem Spieler, sich wieder in die Pläne des Trainers zurückzukämpfen und den Verlauf seiner Karriere bei diesem Verein zu ändern.

Ohne nennenswerte Konkurrenzangebote hat Martinelli nur begrenzte Verhandlungsmacht. Bis Januar ohne Einsatzzeit zu bleiben, ist für einen Spieler in seinen besten Jahren ein echtes Risiko.

Die Zahlen erzählen eine komplexe Geschichte

In der Saison 2025/26 bestritt Martinelli für Arsenal in allen Wettbewerben 53 Einsätze, erzielte dabei 11 Tore und lieferte sieben Vorlagen. Diese Bilanz entsprach der Gesamtzahl an Toren und Vorlagen von Bukayo Saka, obwohl Saka fast 1.000 Minuten mehr auf dem Platz stand. Von den Arsenal-Spielern, die in dieser Saison 50 oder mehr Einsätze absolvierten, stand Martinelli deutlich seltener in der Startelf (25) als jeder seiner Teamkollegen.

Mit seinen 11 Kontern belegte er den zweiten Platz im gesamten Kader; Saka war der einzige andere Arsenal-Spieler, der die zweistellige Marke erreichte. Eine Schussgenauigkeit von 54 % und eine Torquote von 16,67 % brachten ihn in diesen Statistiken im gesamten Kader ganz nach oben. Seine 27 Torschüsse waren die drittmeisten aller Arsenal-Spieler.

Wo sein Spiel Schwächen aufweist

Die Schwächen lassen sich schwerer ignorieren. Eine Passquote von 78,96 % gehörte zu den schlechtesten im Kader – ein ernstzunehmender Schwachpunkt in einem System, das auf schnellen, vorwärtsgerichteten Kombinationen basiert. Mit einer Erfolgsquote von nur 40,81 % bei Zweikämpfen am Boden lag er in dieser Statistik fast ganz am Ende der Rangliste und war damit nur besser als Gabriel Jesus und Ethan Nwaneri, zwei Spieler, die nur selten zum Einsatz kamen. Nur 18 versuchte Tacklings während der gesamten Saison sind eine weitere Zahl, die potenzielle Interessenten bei der Beurteilung seines defensiven Beitrags beunruhigen dürfte.

Martinelli kann 48 erfolgreiche Dribblings, 106 vorwärtsgerichtete Läufe über 10 oder mehr Yards und 103 Balleroberungen als Beweis für seinen anhaltenden Wert vorweisen. Das sind beeindruckende Zahlen. Die Defizite in der Verteidigung und beim Passspiel scheinen jedoch genau der Grund zu sein, der seinen Marktwert schmälert.

Die Zeit läuft ab

Da die neue Saison in weniger als zwei Wochen beginnt und der Community Shield sogar noch früher ansteht, muss Martinelli handeln. Das Angebot von Galatasaray verspricht garantierte Einsatzzeit, eine beträchtliche Ablösesumme, die seinen Marktwert bestätigt, sowie ein wettbewerbsintensives Umfeld in einer Liga, die in diesem Sommer Spitzentalente angezogen hat. Auf ein Angebot aus der Premier League oder einer der fünf besten Ligen zu warten, das möglicherweise gar nicht zustande kommt, ist ein Risiko in einer Phase, in der es vor allem auf den richtigen Schwung ankommt.

Folgen Sie TipsGG für weitere Berichterstattung über das Sommer-Transferfenster und die bevorstehende Premier-League-Saison.

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