Ifab prüft zeitlich begrenzte Wiederanpfiffe und VAR-Anpassungen
Das International Football Association Board (Ifab) hat nach einer Sitzung des Fußball- und des Technischen Beratungsgremiums (FAP-TAP) am Dienstag die Einführung eines Countdowns für Einwürfe und Torschüsse erörtert, um Zeitverschwendung zu verhindern.
Der Vorschlag zielt darauf ab, Verzögerungen durch lange Einwürfe in der Premier League und das Festhalten des Balls durch die Torhüter, insbesondere in den letzten Spielminuten, zu vermeiden. Dies steht im Einklang mit der jüngsten Regeländerung des Ifab, die Torhüter auf acht Sekunden Ballbesitz im offenen Spiel beschränkt.
Am Samstag wurde Brentfords Torhüter Caoimhin Kelleher mit einem Eckball gegen Liverpool bestraft, nachdem er den Ball in der Nachspielzeit 13 Sekunden lang gehalten hatte.
Der FAP-TAP befürwortete auch eine Änderung des VAR-Protokolls, die eine Überprüfung von fehlerhaften zweiten gelben Karten erlaubt. Die Überprüfung potenzieller zweiter gelber Karten wurde jedoch aufgrund der großen Anzahl potenzieller Vorfälle und Verzögerungen als unpraktisch erachtet. Das Key Match Incident (KMI)-Panel der Premier League hat in den letzten beiden Spielzeiten 17 fälschliche Platzverweise für zwei Gelbe Karten festgestellt.
Der Vorschlag wird auf der jährlichen Geschäftssitzung des Ifab am 20. Januar weiter erörtert und voraussichtlich auf der Jahreshauptversammlung am 28. Februar in Cardiff ratifiziert werden, so dass die Änderungen möglicherweise in der nächsten Saison in Kraft treten.
Überprüfung des VAR-Protokolls und Test der Abseitsregel
Das Ifab hat das VAR-Protokoll seit seiner Einführung im Jahr 2018 evaluiert. Im Juli erklärte Mark Bullingham, Geschäftsführer des Fußballverbands (FA), gegenüber BBC Sport, dass es keinen Bedarf für eine Ausweitung des VAR-Einsatzes gibt.
Im Rahmen des FAP-TAP wurde auch eine geringfügige Änderung der Abseitsregel erörtert, wonach ein Spieler als im Abseits stehend gilt, wenn sich ein Körperteil auf Höhe des vorletzten Abwehrspielers befindet. Diese Idee, die von Arsene Wenger, dem Fifa-Chef für den Weltfußball, unterstützt wird, wurde erstmals 2020 vorgeschlagen, aber aufgrund von Bedenken hinsichtlich ihrer taktischen Auswirkungen nicht weiter erprobt.
Dem FAP-TAP, das jährlich zusammentritt, um mögliche Gesetzesänderungen zu erörtern, gehören prominente Persönlichkeiten wie Wenger, Luis Figo und Pierluigi Collina an.