Evertons Heimstärke verbirgt Stürmer-Probleme
Everton geht mit einer Bilanz von drei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen in die Partie gegen Tottenham am Sonntag in der neuen Heimat. Doch trotz der zahlreichen Neuzugänge in diesem Sommer haben die Toffees immer noch ein Problem: die Suche nach einem zuverlässigen Mittelstürmer.
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Der Abgang von Romelu Lukaku im Jahr 2017 hinterließ eine Lücke, die Everton nur mit Mühe füllen konnte. In den letzten zehn Jahren hat der Verein 17 Stürmer für insgesamt fast 160 Millionen Pfund verpflichtet, mit bestenfalls gemischten Ergebnissen.
Ein Jahrzehnt der Kämpfe
Seit dem Verkauf von Lukaku hat Everton nur 357 Tore in der Premier League erzielt – die wenigsten von allen Vereinen, die jemals vertreten waren. Leicester City, das zwei Spielzeiten in der Meisterschaft verbrachte, hat im gleichen Zeitraum 31 Tore mehr erzielt. Die Unfähigkeit der Toffees, einen konstanten Torjäger zu finden, ist eine eklatante Schwäche.
Trainer David Moyes musste in der Halbzeitpause taktische Anpassungen vornehmen und in drei der letzten vier Partien die Stürmer auswechseln. Beto, der jüngste Neuzugang des Klubs, zeigte Glanzlichter, aber auch Momente der Frustration. Seine verpassten Chancen, wie zum Beispiel gegen Manchester City am vergangenen Wochenende, verdeutlichen die mangelnde Torgefährlichkeit der Mannschaft.
Die Suche nach dem nächsten Lukaku
Lukaku hat während seiner Zeit bei Everton mit 68 Toren in 141 Premier-League-Einsätzen die Messlatte hoch gelegt. Kein Stürmer des FC Everton kam seitdem auch nur annähernd an diesen Rekord heran. Am nächsten kam ihm Oumar Niasse, der mit acht Toren alle 163 Minuten ein Tor erzielte – und damit weit von Lukakus Niveau entfernt ist.
Die Suche des Klubs nach einem erstklassigen Stürmer wurde durch finanzielle Engpässe und wechselnde Manager erschwert. Richarlison, ein Fanliebling, wurde 2022 aufgrund finanzieller Engpässe an Tottenham verkauft. Dominic Calvert-Lewin, ein weiteres vielversprechendes Talent, hatte mit Verletzungen zu kämpfen und verließ den Verein Anfang dieses Jahres.
Blick in die Zukunft
Die jüngsten Neuverpflichtungen von Everton, darunter Thierno Barry und Tyler Dibling, deuten darauf hin, dass man sich auf die Entwicklung junger Talente konzentriert. Wenn die Toffees jedoch um Trophäen oder die europäische Qualifikation mitspielen wollen, müssen sie ihre Probleme mit dem Toreschießen angehen. Das Januar-Transferfenster könnte eine entscheidende Gelegenheit sein, die Offensivabteilung zu verstärken.
Die finanziellen Probleme des Klubs haben die Möglichkeiten, um Top-Stürmer zu werben, eingeschränkt, aber die jüngste Übernahme durch die Friedkin-Gruppe hat neue Hoffnung gebracht. Mit einer Rekordsumme von 97 Millionen Pfund in diesem Sommer investiert Everton in seine Zukunft – doch die Suche nach dem richtigen Stürmer bleibt die größte Herausforderung.