Das Criterium du Dauphiné 2025 tritt mit der 6. Etappe in eine kritische Phase ein – mit der Bergankunft in Combloux, einem Anstieg, der in die Geschichte der Tour de France eingegangen ist. Hier hat Jonas Vingegaard beim Zeitfahren der Tour 2023 eine seismische Leistung erbracht, Tadej Pogacar distanziert und den Grundstein für den Gesamtsieg gelegt. Während die Geschichte zu diesem alpinen Schlachtfeld zurückkehrt, bereiten sich die Radsportfans auf eine weitere ikonische Konfrontation vor. Wird Vingegaard einmal mehr dominieren? Kann Pogacar die Geschichte neu schreiben? Und wird Remco Evenepoel den Erwartungen trotzen und die gelbe Farbe behalten?
Etappe 6 Routenvorschau
Die 6. Etappe ist zwar nicht sehr lang, doch ihr kompaktes Design birgt eine Menge Höhenmeter und taktische Komplexität. Die Etappe beginnt relativ sanft und entwickelt sich zu einem spannenden Crescendo. Die erste große Herausforderung ist der Mont-Saxonnex, einAnstieg der Kategorie 1 (5,5 km mit 8,6 %), der 50 km vor dem Ziel endet. Obwohl dieser Anstieg steil ist, wird er wahrscheinlich nicht entscheidend sein. Die meisten Fahrer werden ihre Zeit abwarten, um Energie für das Crescendo zu sparen: den brutalen Anstieg nach Combloux.

Domancy und Combloux: Ein Duo, das bestraft
Die letzte Prüfung verbindet die knackige Côte de Domancy mit einem weiteren Anstieg zum Gipfel von Combloux. Der gesamte Abschnitt ist 8,7 km lang und weist eine Durchschnittssteigung von etwas mehr als 7 % auf, doch diese Zahlen verbergen die wahre Brutalität. Allein der Abschnitt von Domancy – 2,5 km mit durchschnittlich 9 % und scharfen Serpentinen – ist eine anaerobe Tortur. Es ist die Art von Steigung, bei der es fast unmöglich ist, einen Rhythmus zu finden, bei der die Attacken sehr hart sind und bei der es keine Erholung nach dem Gipfel gibt.
Die abschließenden 7 km verlaufen mit 5 bis 6 % weniger anstrengend, aber mit gelegentlichen Rampen ist es immer noch ein selektives Finale, bei dem sich schnell Lücken bilden und vergrößern können. Die Fahrer müssen Kraft und Finesse mit strategischem Timing kombinieren.
Quoten für Etappe 6
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| Fahrer | Quoten |
|---|---|
| Tadej Pogacar | 2.00 |
| Jonas Vingegaard | 4.30 |
| Remco Evenepoel | 9.00 |
| Matteo Jorgenson | 19.00 |
| Santiago Buitrago | 21.00 |
| Maxim van Gils | 23.00 |
| Ben Healy | 23.00 |
| Lenny Martinez | 26.00 |
| Romain Bardet | 35.00 |
| Florian Lipowitz | 35.00 |
| Paul Seixas | 40.00 |
| Tobias Johannessen | 50.00 |
| Alex Baudin | 70.00 |
| Magnus Cort Nielsen | 80.00 |
Top-Anwärter auf den Sieg
Als erste von drei Bergetappen gibt der Combloux den Ton an – aber erwarten Sie keinen konservativen Tag im Sattel. Das Profil des Anstiegs erfordert explosive Bewegungen, und nur wenige Fahrer sind für dieses Terrain so geeignet wie Tadej Pogacar. Wenn er seine Form beibehält, sollten Sie ein frühes Signal der Entschlossenheit erwarten.
Vingegaard hingegen hat die Geschichte und die Erfahrung auf seiner Seite. Er weiß, wie man diesen Anstieg mit verheerender Wirkung bewältigt. Seine stetige, aber unnachgiebige Herangehensweise könnte die Rivalen wieder einmal zermalmen.
Evenepoel betritt die Etappe als Joker. Er hat abgespeckt und sieht gut aus, aber nach seinem leichten Sturz heute bleiben Fragen offen. Kann er seine Führung in der Gesamtwertung unter anhaltendem Druck aufrechterhalten, oder wird das Feuerwerk von Pogacar und Vingegaard zu viel sein?